Solothurn
Neue St. Ursenfiguren sehen bereits wieder alt aus

Nochmals wird das Solothurner Wahrzeichen, die St. Ursen-Kathedrale, diesen Sommer auch von aussen durch Gerüste dominiert: Unter anderem müssen wegen Frostschäden die 2010 restaurierten Fassadenfiguren nach bearbeitet werden.

Wolfgang Wagmann
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Zwei Arbeiter bauen das Gerüst in die Höhe.
6 Bilder
Schmales Gerüst wird an St.Ursenkathedrale hochgezogen
Das Gerüst ist äusserst schmal, doch stabil.
Der zweite Turm von St. Ursen
Auch Moses auf dem Brunnen muss nochmals dran glauben

Zwei Arbeiter bauen das Gerüst in die Höhe.

Fränzi Rütti-Saner

Ein Gerüst mitten vor der St.-Ursen-Fassade verblüfft derzeit alle, die vor allem von Innenarbeiten im Zuge der Totalrenovation und Säuberung von Schiff und Chor nach dem Brandanschlag anfangs 2011 ausgegangen waren. „Leider hat sich herausgestellt, dass die im Sommer 2010 restaurierten Figuren auf den Brunnen und der Fassade Frostschäden erlitten haben", muss Karl Heeb, Präsident der römischkatholischen Kirchgemeinde Solothurn einräumen. An den damals erstellten Überfassungen, der Schutzschicht der Figuren, seien schon im vorletzten Winter Abplatzungen festgestellt worden.

Und so musste man sich entschliessen, die ausführende Firma zu Nachbesserungsarbeiten aufzubieten. Betroffen sind die zehn Heiligen-Figuren links und rechts des Fassadengiebels, das Relief über der dem Haupteingang, die Brunnenfiguren Gedeon und Moses sowie die Urnenschalen auf den Treppengeländern. Das Ganze sei ärgerlich „aber wir verliessen uns bei der Wahl des Verfahrens auf die beauftragte Firma", so Heeb. Es handle sich um Garantierarbeiten, für die nicht die Kirchgemeinde aufkommen müsse. Doch eines steht fest: Ende August müssten alle gerüste weg sein allenfalls müsste nächsten Sommer nochmals gerüstet werden.

Kreuz ist schadhaft

Derzeit sind auch Spezialisten mit der Reinigung der Orgel beschäftigt, „und das Gerüst dient auch dazu, das Orgelfenster zu reinigen." Dies werde auch bei allen anderen Fenstern der Kathedrale vonnöten sein, und zwar mittels Gerüsten, wie zudem Kirchgemeindeverwalter Roland Rey betont. „Denn der Russ hat sich auch zwischen dem Innenfenster und der Aussenverglasung, die deshalb entfernt werden muss, festgesetzt. Und wenn wir schon mal dort oben sind, werden auch gleich die Fensterrahmen instand gestellt."

Ein weiterer Grund, weshalb derzeit per Gerüst die Hauptfassade erklettert wird: Das Kreuz über dem Fassadengiebel sei schadhaft, genauso wie die Blechabdeckungen darum herum. „Das wurde durch den Beizug eines Hebekrans zur Sanierung der schadhaften Kugeln am Turmkreuz von oben herab entdeckt", erinnert sich Rey.

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