Solothurn

Neue Signaltafeln: Parkieren wird schwieriger, das Velofahren einfacher

Solche Parkier-Zeitfenster gibts künftig an der Wallstrasse keine mehr.

Solche Parkier-Zeitfenster gibts künftig an der Wallstrasse keine mehr.

In Solothurn gibt es bald einige neue Signaltafeln, die bisherige ersetzen. In der Vorstadt wird das Parkieren entlang von Quartiersträsschen der Glacismatte völlig verboten, dafür Spazierwege nördlich der Aare auch de Jure fürs Velofahren geöffnet.

«Verkehrspolizeiliche Massnahmen»: Dahinter verstecken sich eine ganze Menge neuer Signalisationen. Die neueste Publikation von Änderungen, welche die Stadtpolizei beschlossen hat, betrifft einmal das Wohnquartier im Dreieck Bürenstrasse - Aare und SBB-Bahnlinie. Dort, in der Glacismatte, gibt es zwei quartier- querende Strässchen, die bisher ein recht wunderliches Verkehrsregime kannten: Auf der Glacis- und Wallstrasse durfte nämlich parkiert werden – aber nur zu ganz speziellen Zeiten.

Über den Mittag von 12 bis 14 Uhr, nachts von 18 bis 7.30 Uhr, sowie Samstags und Sonntags immer. Damit soll es nun vorbei sein. Generelle Parkverbote werden die bisherigen Ausnahme-Schrifttafeln ersetzen. «Das war auch ein Wunsch der Anwohnerschaft», so Peter Fedeli, Kommandant der Stadtpolizei. Vor allem im Sommer, wenn die Kursschiffe fahren, sind Parkplätze dort sehr begehrt «und immer wieder hielten sich Parkierende nicht an die vorgeschriebenen Zeiten. Wir haben sie zwar gebüsst, aber der Werkhof konnte deswegen die engen Strassen trotzdem nicht passieren», erklärt Fedeli den Hintergrund der nun getroffenen, rigiden Massnahmen.

Beliebte Spazierwege nun auch fürs Velo freigegeben

Eine zweite Tranche neuer Signale werden nördlich der Aare im Osten der Stadt das Fortkommen des Veloverkehrs zumindest de jure nicht mehr behindern. Denn die drei allgemeinen Fahrverbote, die neu durch das Signal «Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder» ersetzt werden, bestätigen nur, was faktisch bereits Institution war: Freie Fahrt für das Velo. Und zwar auf dem letzten Abschnitt der Steinbruggstrasse Richtung Aare, auf demselben südlichesten Teil der Unteren Sternengasse sowie auf dem letzten Abschnitt des Ritterquais, der sich nach dem Tennisplatz Schützenmatt als beliebter Jogging- und Spazierweg entlang der Aare bis hinaus zur Stadtgrenze am Kathrinenbach fortsetzt. Das Kuriosum: «Von Osten her gibt es kein Fahrverbot, denn Feldbrunnen wollte den Weg stets offenhalten», weiss Peter Fedeli.

Doch der Trend zum Mischverkehr ist unumkehrbar: Schon im Vorjahr wurde von der Stadt der Fussgängersteg unter der Rötibrücke offiziell auch fürs Velo geöffnet – nach 12 Jahren.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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