Frische Gesichter im CIS Sportzentrum lassen vielleicht neue Hoffnung – sicherlich aber Neugierde aufkeimen. Rund 50 Sportinteressierte, Partner, Kunden und Besucher der Solothurner Sportstätte folgten am Donnerstag der Einladung zur Informationsveranstaltung. Marcel Weidmann übernimmt neu die Betriebsleitung, die noch bis Ende August von der BPM Sports GmbH und Rainer Gilg verantwortet wurde. Ebenso stellte sich bei dieser Gelegenheit mit Joshua Steffen der neue Verwaltungsratspräsident der CIS Solothurn AG vor.

Die neue CIS-Führungsspitze: Marcel Weidmann (Geschäftsführer, l.) und Joshua Steffen (Verwaltungsratspräsident)

Die neue CIS-Führungsspitze: Marcel Weidmann (Geschäftsführer, l.) und Joshua Steffen (Verwaltungsratspräsident)

Eins verdeutlichte Steffen, der von der Berner CIS-AG-Eigentümerin Dinett Holding als Nachfolger von Mabrouk Hamdani eingesetzt wurde, gleich vorneweg: «Entgegen bisheriger Verkaufsabsichten haben wir eine 180-Grad-Wende eingeschlagen: Wir behalten das CIS.» Einerseits seien der Versuch, die AG abzustossen, erfolglos geblieben. Andererseits habe es interne Kräfte gegeben, die die Absicht hatten, das CIS auf neue Füsse zu stellen.

Viertelmillion für Dringendes

Damit sprach er auch auf das belastete Image der Liegenschaft und die anstehenden Herausforderungen an: «Uns ist bewusst, dass die Infrastruktur ein wenig in die Jahre gekommen ist und dass wir eine Hypothek übernehmen. Doch die Herausforderung nehmen wir an.» Und der Herausforderung gibt es viele: So leiden mehrere Sportvereine am schlechten Hallenzustand und an energetischen Schwachstellen. Für die TV Solothurn Handballer beispielsweise wäre ein verbandskonformer Hallenboden nötig, um ihre Matchs weiterhin dort durchführen zu können.

Über die Sommerferien seien immerhin die unfallträchtigen Bodenhülsen instandgestellt worden, so Steffen. Ebenso wurden Garderoben saniert und Arbeiten an der Gebäudehülle vorgenommen. Weiter vorgesehen sind die Sanierung der Garderobe im ersten Stock, die Umgestaltung des Restaurants sowie eine Imstandstellung des Flachdachs auf dem Mitteltrakt. Für die dringendsten Sanierungsarbeiten wird für die kommenden Monate ein Betrag von rund einer Viertel Million veranschlagt.

Langfristig soll aber die Zusammenarbeit mit der Baurechtsgeberin und Eigentümerin des Grundstücks, der Stadt Solothurn, intensiver werden. «Danach können wir die Strategien und weitergehenden Investitionen definieren», so Steffen. Unterdessen sei man mit den Partnern, beispielsweise dem Kanton, der Stadt als Vertreterin der Vereine, der Tennisakademie, den Handballern und den Kunstturnern auf einem lösungsorientierten Weg.

«Für mich gibts zurzeit noch viele Aha-Erlebnisse», resümiert Marcel Weidmann nach einigen Tagen als Geschäftsführer. «Zunächst gilt es, den Betrieb sicherzustellen und dann zu optimieren.» Dazu zählt nach seiner Ansicht auch die Kostenkontrolle: «Dies heisst nicht grundsätzlich, dass wir Preise erhöhen. Aber wir werden alle Bereiche betriebswirtschaftlich hinterfragen.»

Im Fokus stünden dabei unter anderem der Saunabereich und die Öffnungszeiten des Restaurants. Darüber hinaus soll die auslaufende Sommersaison verwendet werden, um Vorbereitungen für einen Turnaround in der kommenden Saison zu treffen: «Wir wollen die Events erweitern und die dazu die vorhandene Infrastruktur intensiver nutzen», so Weidmann.

Das Team stellt sich vor

«Wir sind ein motiviertes und sportaffines Team», verdeutlichte Steffen zusammenfassend. Er selbst sei durch Tennis und Handball dem Sport stets nah gewesen. Abgerundet wird sein Palmarès durch Ausbildungen in Recht, Betriebswirtschaft, und Sportmanagement. Ihm zur Seite steht als zweiter Verwaltungsrat der CIS Solothurn AG der Architekt Beat Mani. «Nachdem ich einen Kriegseinsatz in Bosnien bestritt und das Grounding einer Fluggesellschaft begleiten musste, bezeichne ich mich als krisenresistent», stellte sich CIS-Geschäftsführer Marcel Weidmann vor.

Zudem ist er in der Geschäftsleitung bei Swiss Tennis und im erweiterten Organisationskomitee des Lauberhornrennens. Personell soll der Betrieb mit 300 bis 400 Stellenprozent bestückt werden, darüber hinaus wird es weitere Teilzeitmitarbeitende geben.