Solothurn
Neue Buswartehäuschen und Photovoltaikanlage genehmigt

Die Stadt Solothurn investiert in die Infrastruktur. An der Grenchenstrasse sollen dieses Jahr neue Buswartehäuschen gebaut werden, ein Fussweg wird geteert und auf das Dach des Schulhauses Schützenmatt kommt eine Photovoltaikanlage.

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Auf dem Dach des Hauptsgebäudes des Schulhauses Schützenmatt wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Auf dem Dach des Hauptsgebäudes des Schulhauses Schützenmatt wird eine Photovoltaikanlage installiert.

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Die Gemeinderatskommission hat an ihrer letzten Sitzung verschiedene Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur beschlossen, die im Jahr 2015 umgesetzt werden sollen, wie es in der Mitteilung der Stadtkanzlei Solothurn heisst.

Eine Investition betrifft Buswartehäuschen. Die Gemeinderatskommission hat entschieden, an der Grenchenstrasse in Richtung Amthausplatz und in Richtung Oberdorf je ein Buswartehäuschen zu erstellen, deren Ausführung jenen in der Vorstadt entsprechen soll.

Die Forderung nach Wartehäuschen wurde laut, weil die Haltestellen Grenchenstrasse im Bereich Jumbo/Magnolienpark von verschiedenen Buslinien angefahren werden und somit auch die Funktion von Umsteigehaltestellen haben.

Das gleiche Begehren wurde auch für die Haltestellen Zentralbibliothek eingereicht, wo allerdings weniger als halb so viele Personen in den Bus einsteigen (224 gegenüber 527 Personen pro Tag).

Fussweg entlang den SBB-Geleisen

Mit der Verschiebung des Bahnhofes Bellach in den Bereich der Grederhöfe ist die neue Haltestelle Bellach für die Bewohner der Weststadt gut erreichbar und wird deshalb auch von vielen Bahnpendlern benutzt. «Kurz nach der Inbetriebnahme dieser Haltestelle zeigte sich, dass der Fussweg entlang des SBB-Geleises vom Föhrenweg bis zur Gemeindegrenze Bellach den Anforderungen nicht genügt», heisst es in der Mitteilung. Er sei lediglich mit einem Mergelbelag versehen, weshalb im Winter auf diesem Wegabschnitt auch kein Winterdienst gemacht werden kann.

Die Asphaltierung des Fuss- und Radweges wurde bereits vor einem Jahr diskutiert, aber wegen einer allfälligen Überbauung Wildbach zurückgestellt. Es zeichnet sich jetzt ab, dass die Überbauung Wildbach kurzfristig nicht realisiert werden kann. Die Gemeinderatskommission hat deshalb auf Antrag des Stadtbauamtes entschieden, den Weg zu asphaltieren und mit acht Kandelabern zu beleuchten.

Photovoltaikanlage auf Schulhausdach

Das Flachdach des Hauptgebäudes der Schulanlage Schützenmatt wird diesen Sommer saniert. Die Dachfläche von 2‘100 m2 eignet sich für die Installation einer Photovoltaikanlage. Für die Stadt Solothurn seien die Erstellung und der Betrieb einer eigenen Photovoltaikanlage aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht interessant, die Genossenschaft OptimaSolar habe aber auf Anfrage des Stadtbauamts grosses Interesse an einer solchen Anlage gezeigt. Ein Vorprojekt zeigt auf, dass mit einer Jahresproduktion von rund 204‘000 kWh gerechnet werden kann.

Die Stadt Solothurn als Eigentümerin der Schulanlage Schützenmatt schliesst mit der OptimaSolar Solothurn einen entsprechenden Nutzungsvertrag ab, welcher der Firma eine Dienstbarkeit für 30 Jahre fest zusichert. Der Vertragsentwurf sieht vor, dass die Stadt als Gegenleistung für die Zurverfügungstellung des Platzes auf dem Schulhausdach Anteilscheine erhält und damit Genossenschafterin der OptimaSolar wird. Für die Installation und den Unterhalt entstehen der Stadt Solothurn keine Kosten.

Seit dem 1. Januar 2014 ermöglichen neue gesetzliche Bestimmungen, dass der auf dem eigenen Dach produzierte Solarstrom mit der sogenannten Eigenverbrauchlösung direkt im Gebäude genutzt werden kann.

Die Stadt Solothurn will den Solarstrom direkt von OptimaSolar beziehen und so voraussichtlich fast 50 Prozent des gesamten Jahresstromverbrauchs des Schützenmatt-Schulhauses mit eigenem Solarstrom abdecken. Der restliche von der Anlage produzierte Solarstrom soll ins Netz der Regio Energie Solothurn abgegeben werden.

Praktische Umweltbildung

Mit der Erstellung dieser Anlage macht die Stadt Solothurn einen weiteren Schritt Richtung 2000-Watt-Gesellschaft. Sie ist überzeugt, dass diese Anlage auch auf die Bewertung als Energiestadt einen positiven Effekt haben wird.

Die Erstellung der Anlage wird im Übrigen von der Schule als Projekt der praktischen Umweltbildung genutzt werden. Gemäss ersten Gesprächen mit der Schulleitung Schützenmatt und der Jugendkampagne von Jugendsolar Greenpeace sei das Interesse dafür sehr gross. (mgt/ldu)