Die Bauarbeiten sind angelaufen und bis zum SBB-Fahrplanwechsel Ende 2013, soll hier die neue Haltestelle Brühl verwirklicht werden.

Bereits Mitte Juli wurden die Anwohner und Liegenschaftsbesitzer über die beginnenden Bauarbeiten informiert, am 10. September erfolgt nun der Spatenstich. Mit dem Projekt, das hinsichtlich Planung auf Kurs ist, versprechen die SBB «einen noch rascheren und komfortableren Zugang zur Bahn.»

Für das Vorhaben, das Bestandteil des Agglomerationsprogramms Solothurn ist, wurde ein Investitionsvolumen von 10,3 Mio. Franken veranschlagt. Während die Stadt 2,3 Mio. dazu beisteuert, teilen sich Bund und Kanton die restlichen Kosten je hälftig.

Dem Projekt wird seitens Bund innerhalb des Agglomerationsprogramms hohe Priorität beigemessen. Und für die Stadt dürfte sich die Haltestelle Brühl gerade hinsichtlich der Planung «Weitblick» als wichtiger verkehrsstrategischer Baustein erweisen. Weiteres Element des Agglomerationsprogramms ist im Übrigen auch die Verschiebung der Bahnhaltestelle Bellach Richtung Osten zu den Grederhöfen.

Wo sich Bahn, Bus und Velo treffen

An der dereinstigen Brühl-Haltestelle sollen bis im Frühsommer 2013 unter Bauherrin SBB die beiden 160-Meter-Perrons realisiert werden, ebenso die dazu nötigen Zugänge via Rampen und Treppen. Wie im Schreiben an die Anwohnerschaft angedeutet, sollen die Arbeiten mehrheitlich tagsüber durchgeführt werden. Falls Arbeiten in der Nacht nötig seien, werden die SBB separat informieren.

Anschliessend an die Perrons folgt der städtische Beitrag am Projekt. So wird der BSU-Linie 6 erweitert: von der bisherigen Endhaltstelle Sonnenpark bis zur Bahnhaltestelle. Unter der Bauherrschaft der Stadt entsteht dort ein Wendeplatz als neuer Endhalt der Linie 6, der sich südseitig der Bahnlinie befinden wird.

Durch insgesamt 120 überdachte Veloparkplätze wird – ganz im Sinne des Agglomerationsprogramms – neben dem öV auch dem Langsamverkehr Rechnung getragen. Für die Umsetzung beider Teilprojekte – der Perron und dessen Zugangswege sowie der Bus-Wendeplatz – kommt dasselbe Ingenieurbüro zum Einsatz.

«Dies hilft nicht zuletzt mit, den Koordinationsaufwand zwischen beiden Teilprojekten zu minimieren und die Schnittstellen zu verbessern», sagt Daniel Laubscher, Chef der Stadtplanung, auf Anfrage.

Kein Rückstand – trotz Einsprachen

Letzten Herbst waren vier Einsprachen eingegangen, die das Projekt aber terminlich nicht zum Straucheln: Eine Einsprache machte zusätzliche Lärmbelastungen für angrenzende Häuser geltend. Eine weitere Einsprache seitens Stadt beabsichtigte eine Fristverlängerung zur besseren Schnittstellenkoordination der beiden Teilprojekte.

Gemäss Laubscher habe man nach einer Sitzung mit den SBB die Einsprache wieder zurückziehen können. Weiter informierte das Bundesamt für Verkehr, dass total zwei Einsprecher ihre Beschwerde zurückgezogen hatten.

Eine weitere Einsprache sei als nicht legitim zurückgewiesen worden, und eine vierte habe man im Plangenehmigungsverfahren in Detailfragen teilweise gutgeheissen und das Projekt entsprechend angepasst.Die Bauarbeiten sind angelaufen, Ende 2013 sollen sie abgeschlossen sein.