Ein 200 Kilo schwerer Anker vor dem Eingang, massive Holztische und -bänke künden an, was den Bar-Gast drinnen im vormaligen «Biondo» oder «Da Renato» erwartet: Eine rustikal gehaltene Bar mit viel Holz, wie man sie in der Hafenstadt antrifft. Dass Solothurn längst eine ist, lebte die Stadt schon den ganzen Sommer. «Wir haben die Geschichte des Bürgerhauses aufgenommen», betont Markus Moerler, «hier war früher ein Waisenhaus, eine Wollspinnerei, wo die Kinder arbeiten mussten, sowie im Erdgeschoss ein Lager für den Wein, der per Schiff an der Rampe umgeschlagen wurde und drüben im Alten Spital den Bürgern verabreicht wurde.» Daher also «Dock».

Attraktive Aare-Plattform

Was innen in vier Monaten entstanden ist – «wir hatten den Raum bis zum Rohbau zurückgebaut» – will die Moerler & Aeberhard GmbH als Mieterin der Bürgergemeinde draussen an Aare konsequent fortsetzen. Ein Anfang ist bereits mit der neu gestalteten Terrasse gemacht, nun soll noch die ehemalige WC-Anlage zu einem Aussenkiosk im Sommer und einer Smoker-Lounge im Winter – «unser Säli» – umgebaut werden. Das bisherige Absperrgitter zum Aaremätteli will Moerler künftig während der Betriebszeiten offen halten, nicht zuletzt auch als Notausgang. «Die entsprechende Einwilligung der Stadt haben wir.»

Für den Bar-Betreiber ist das Aaremätteli im Sommer ideal zum «Andocken» für allerhand Gummiboot-Käptn’s – «wir haben hier auch eine schöne Sandbank, wo man bis zu Knien im Wasser sein Bier geniessen kann», freut er sich schon auf den nächsten Sommer.

Geschlossen bleib das «Dock» vorderhand jeweils am Montag und Dienstag, geöffnet ist es an den andern Tagen jeweils ab 16 Uhr «bis Fürobe», wie sich Markus Moerler ausdrückt.

«Die Lage»: Was Markus Moerler bewogen hat, an der Aare in Solothurn das «The Dock» zu eröffnen

«Die Lage»: Was Markus Moerler bewogen hat, an der Aare das «The Dock» zu eröffnen

Erste Gäste haben getestet

Der erfahrene, zuletzt vom «Eleven» her bekannte Partyveranstalter hat nichts dem Zufall überlassen. In einem Pre-Opening wurde das Angebot für die künftigen «Dock»-Gäste ausgetestet. «Wir erhielten auf unserem Feedback-Bogen nur positive und konstruktive Kritiken», so Moerler. Er möchte das «Dock» nach den ersten Betriebserfahrungen sukzessive weiterentwickeln.

So wird ab dem 1. Oktober ein Profi-Barman Cocktails mixen, und das Thema Fingerfood steht auch noch auf dem Agenda-Setting. «Wir wollen eine Bar mit qualitativ hochstehenden Getränken führen, das ist heute auch bei einem jüngeren Publikum im Trend.»

Alcopops oder farbige Wodkas dagegen werden im «Dock» kein Thema sein, versichert Markus Moerler, der mit seinem Partner eine «repräsentative Adresse» in der Ausgehmeile entlang der Aare bieten möchte. «Bei uns sollen sich auch Geschäftsleute abends wohlfühlen», meint er zum künftigen Zielpublikum, das man im neuen Lokal begrüssen möchte.