Feldbrunnen-St. Niklaus
Neben der Kirche ist ein Garten zum Verweilen und Mitgärtnern geplant

Die römisch-katholische Kirchgemeinde will in Feldbrunnen-St. Niklaus einen Meditationsgarten errichten.

Fabio Vonarburg
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Hier soll der Garten errichtet werden.

Hier soll der Garten errichtet werden.

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Wer an eine Person denkt, die betet, der denkt schnell einmal an eine Kirche. Dass es nicht immer die Kirche sein muss, um in sich zu gehen und eine besinnliche Zeit zu verbringen, das zeigt das Beispiel der römisch-katholischen Kirchgemeinde und Pfarrei St. Niklaus. Diese gleist derzeit ein spezielles Projekt auf, dessen Baugesuch noch bis am 22. Oktober auf der Gemeindeverwaltung Feldbrunnen-
St. Niklaus aufliegt.

Südlich der Kirche von St. Niklaus soll ein Meditationsgarten entstehen, gleich neben des St. Katharinenbachs. Ein Garten, der spiralförmig angelegt ist und der es so ermöglicht, auf einen schmalen Grasstreifen bis in das Zentrum des Gartens zu laufen. Rund um den Garten sind Sitzbänke geplant, auf den man sich ausruhen kann. Das Spezielle am Projekt: Der Garten soll nicht nur zum Verweilen einladen, sondern auch zum Mitgärtnern. «Es ist mir ein Herzensbedürfnis, zusammen mit Frauen, Männern und Kindern der Gemeinde die Natur/Schöpfung pflegen und die Freude daran zu teilen, dies besonders an einem derzeit unspektakulären, öffentlichen Raum», heisst es in der Projektskizze, die Ruth Frey-Michel verfasst hat.

Sie war es, die mit dem Projekt an die Kirchgemeinde herangetreten ist und jetzt auch die Projektleitung übernimmt. Sehr zur Freude der Kirchgemeindepräsident Krista Rüst. «Wenn solche Projekte aus der Pfarrei kommen, zeigt dies, dass die Gemeinde lebt, dass es Personen gibt, die sich engagieren.» Der Garten sei auch die Möglichkeit, die Gemeinschaft zu leben.

Eine Ruhe – Oase für die Öffentlichkeit

«Derzeit ist es eine Wiese, die brachliegt, in Zukunft soll es eine grüne Oase sein», sagt Krista Rüst. Damit dies auch nach der Fertigstellung so bleibt, gibt es ein Projektteam, das für die Pflege des Gartens verantwortlich ist. «Damit wollen wir verhindern, dass der Garten verwildert.» Bereits seit längerem sucht die Kirchgemeinde nach einem geeigneten Platz für das Projekt und hat ihn jetzt gefunden. Es sei ein Platz, der von aussen einsehbar sei und darum sich auch Passantinnen und Passanten sich am Garten erfreuen können, heisst es in der Projektskizze weiter. Denn mit dem Meditationsgarten soll für die breite Öffentlichkeit eine Ruhe-Oase «in unserer hektischen Zeit» geschaffen werden.

Noch steht nicht fest, wann mit den ersten Arbeiten angefangen werden kann. «Wir haben keinen Zeitdruck», sagt die Kirchgemeindepräsidentin, die aber betont, dass man bereit sei. «Im Idealfall pflanzen wir noch diesen Herbst an, und sonst halt im kommenden Frühling.»

Dass der künftige Garten spiralförmig aufgebaut sein soll, passt auch sehr gut zum Leitspruch, der derzeit auf der Website der Pfarrei St. Niklaus aufgeschalten ist. «Die Mitte finden», heisst es dort. «Im Ungewissen dieser Zeit zu Hause sein. Aus der Mitte diese Gegenwart gestalten. Den Weg nach innen suchen ... Den Weg nach aussen gestalten ... Tag für Tag, guter Tag!»