«Zurück auf Feld eins» sei das Projekt eines Coop-Centers auf dem ehemaligen Kofmehl-Areal, jubelte Anfang Februar Einsprecher Hans Bühlmann, als das folgenschwere Bundesgerichtsurteil bekannt wurde: Der Teilzonen- und Gestaltungsplan wurde damals in Lausanne materiell gar nicht geprüft, da ein Formfehler vorlag.

Das Einkaufscenter war nicht im kantonalen Richtplan aufgeführt - eine zwingende Voraussetzung. Nun hat der Kanton dies nachgeholt, der Regierungsrat setzt das Areal im kantonalen Richtplan als Standort für ein Einkaufszentrum fest.

Auf Feld eins

«Man kann sagen, wir sind jetzt auf Feld eins», bestätigt Rolf Glünkin, Leiter Abteilung Grundlagen/Richtplanung auf dem Bau- und Justizdepartement, die damalige Einschätzung Bühlmanns. Mit anderen Worten: Der Gestaltungsplan muss nach der Vorprüfung des Bundes nochmals vom Gemeinderat behandelt und zur Auflage freigegeben werden. Erst dann kann gegen die Auflage erneut Beschwerde eingelegt und das ganze «Rösslispiel» durchgezogen, also die weiteren Instanzen weiter bis hin zum Bundesgericht bemüht werden.

«Gegen die Richtplanfestsetzung durch den Regierungsrat ist jedoch eine Einsprache von Privaten nicht möglich», erklärt Glünkin, dazu seien nur Gemeinden und die Repla berechtigt. Und von dieser Seite sei nichts eingegangen. Während der öffentlichen Mitwirkung gingen vier ablehnende Einwendungen wegen der angeblich schlechten Verkehrserschliessung ein. Dazu stellte das Bau- und Justiz-Departement fest, dass das künftige Coop-Center nur 3,7 Prozent des täglichen Verkehrsaufkommens beisteuere. Die Vorprüfung des Bundes begrüsste den Standortentscheid, regte aber eine bessere Bus-Erschliessung an Samstagen an.

Coop macht Gesamtanalyse

«Natürlich verfolgen wir das Projekt weiter», betont Stephanie Weiss, Mediensprecherin von Coop Nordwestschweiz in Basel. «Die rechtlichen Grundlagen sind nun geschaffen, sodass wir weiterplanen können.» Ohnehin sei man mit dem aktuellen Gesamtauftritt von Coop in Solothurn nicht zufrieden, «wir nützen deshalb die Zeit für eine Gesamtanalyse über alle Standorte». In diese soll laut Weiss investiert werden, auch mit dem neuen Center werde keine bisherige Filiale aufgehoben, bestätigt sie frühere Aussagen.