Badi Solothurn

Nach Sanierung: Das Wasser im Becken ist da, der Saisonstart noch nicht

Noch sind Spuren der Sanierungsarbeiten zu sehen.

Noch sind Spuren der Sanierungsarbeiten zu sehen.

In der Badi Solothurn wurde den ganzen Winter über fieberhaft an der Sanierung des Sportbeckens gearbeitet. Zuletzt war jedoch keine Eile mehr geboten, denn wegen des Lockdowns musste der auf 9. Mai geplante Saisonstart bekanntlich verschoben werden.

Das grosse «Festzelt» über dem Sportbecken, das mit seiner Beheizung die Sanierungsarbeiten in den Wintermonaten ermöglicht hat, ist längst Geschichte. Und im fertiggestellten 50-Meter-Sportbecken kräuselt sich verlockend das blaue Badewasser. Ganz fertig wäre man mit den Arbeiten bis zum geplanten Eröffnungstermin am 9. Mai wohl nicht geworden, aber eine Verzögerung bis fast Ende Juni wie letztes Jahr bei einer ähnlichen Beckensanierung in Zuchwil wird Solothurn wohl erspart bleiben. Doch der Lockdown und seine Folgen haben nicht nur den Termin der Badi-Eröffnung verschoben, sondern auch die Arbeiten beeinflusst.

Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt, zum Saisonstart wohl erst Anfang Juni: «Ja, die Umgebungsarbeiten werden fertig sein, jedoch die Grünflächen müssen sich noch entwickeln.» Und: «Aufgrund von coronabedingten Lieferschwierigkeiten müssen bei den Sprungböcken provisorische Platten verlegt werden, bis dann Mitte Juli der definitive Belag verlegt werden kann. Aufgrund der Auflagen und Schutzkonzepte werden Sport- und Sprungbecken, wie die anderen Becken, nur für eine begrenzte Anzahl Gäste zur Verfügung stehen.»

Noch heisst es abwarten, was Sache ist

Ob sich die Fans auf die Eröffnung ihrer Badi ab Montag, 8. Juni, freuen dürfen, ost noch offen ‑ die nächste Woche mit warmem Sommerwetter über Auffahrt dürfte zur echten Geduldsprobe werden. «Wir warten die Kommunikation vom 27. Mai ab. Die Eröffnung ist abhängig von den Vorgaben des Bundes und des Kantons», kann Lenggenhager noch nichts versprechen. Wie der Badi-Betrieb mitsamt des von der Suteria geführten Restaurants organisiert wird, hängt vor allem vom Schutzkonzept ab. «Wir sind an der Ausarbeitung des Schutzkonzeptes, jedoch ist dies auch wieder abhängig vom Entscheid des Bundes. Somit kann heute auch noch keine Kommunikation stattfinden, wie was im Detail organisiert wird», bleibt die Leiterin Stadtbauamt vage.

Immerhin, mit einer guten Nachricht kann sie aufwarten, die Sanierung des Sportbeckens, veranschlagt mit 2,27 Mio. Franken, wurde nicht überschritten, bestätigt Lenggenhager: «Ja, aus meiner Sicht werden die Kosten eingehalten.»

Die Badi bleibt eine Baustelle

Ruhig wird es nach Abschluss der Beckensanierung deswegen in der Badi über die nächsten zwei Winter nicht: Im Februar erst hatten 86,4 Prozent der städtischen Stimmberechtigten einem Kredit von 7,2 Mio. Franken zugestimmt, der die Sanierung und Neuorganisation der sogenannten «Luder-Hochbauten» im 1964 fertigstellen Schwimmbadteil ermöglicht.

Darunter fallen in der ersten Etappe der lang gestreckte Garderobentrakt, in der zweiten im Winter 2021/22 dann die heutige Werkstatt mit dem Restaurant im Obergeschoss. Dieses erhält den überfälligen Lift; daneben werden die heute ungenügenden Dusch- und WC-Kapazitäten massiv ausgebaut. Ein Thema wird aber auch die energetische Sanierung der ganzen Bauten sein sowie die Verlagerung der Werkstatt in den Norden des Garderobentrakts.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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