Solothurn

Nach Kritik am Landhaus-Essen: Ramada zieht die Konsequenzen

Essen im Landhaus soll künftig wieder in Top-Qualität auf den Tisch kommen.

Essen im Landhaus soll künftig wieder in Top-Qualität auf den Tisch kommen.

Frank Oettinger, der Manager des Ramada, gelobt Besserung und entschuldigt sich für die Vorkommnisse vom vergangenen Freitag im Palais Besenval.

«Me sött dört zueverlässig guet chönne ässe … nid zuefällig guet!» So hatte Stadtpräsident Kurt Fluri seine Kritik an der fürs Landhaus zuständigen Besenval-Küche am jüngsten Tourismus-Forum geäussert. Nun nimmt der Vice President Operations für die Schweiz, Deutschland und Österreich von Ramada, Frank Oettinger, zur Situation in Solothurn Stellung (wir berichteten).

Der Kadermann der international operierenden Hotelkette, die seit 2006 für die Seminarmeile in Solothurn zuständig ist, gibt sich dabei zerknirscht: «Als zuständiger Operationsmanager für unsere Betriebe in Deutschland, Österreich und Schweiz übernehme ich die Verantwortung für die Geschicke in der Schweiz und insbesondere natürlich auch für unsere Objekte in Solothurn.

Persönlich bin ich erschüttert über die Vorkommnisse im Palais Besenval, die mir von der am vergangenen Freitag durchgeführten Veranstaltung geschildert wurden.»

Er habe im November zusammen mit Thorsten Brandt, dem damaligen (Noch)-Direktor des Hauses, und Björn Achstaller, Cluster General Manager von Ramada in Basel, bei Kurt Fluri einen Termin gehabt.

«Dort versicherten wir, alles zu tun, um die augenblickliche Interimsbesetzung mit der Leitung des Hotels möglichst schnell wieder in geordnete Bahnen zu bekommen.» Oettinger doppelt nach: «Für die abgelieferte Leistung am vergangenen Freitag wollen wir nach keinen Entschuldigungen suchen und auch nicht mit den gut gelaufenen Veranstaltungen in den letzten Wochen schön reden. Wir haben versagt und dafür werden entsprechende Konsequenzen und Massnahmen vor Ort folgen.»

Küchenchef gefeuert

In der Küchenleitung des Palais Besenval habe man diese Konsequenzen bereits gezogen und sich vom verantwortlichen Küchenchef getrennt. «Ein neuer, kompetenter und motivierter Küchenleiter ist bereits eingestellt und wird in Kürze starten. Wir sind sicher, dass wir dadurch künftig eine erhebliche Verbesserung unserer Dienstleistung und der Essensqualität erzielen werden», versichert Frank Oettinger.

Aber auch für die Führung des Standorts stehe man vor einer Lösung. «Die Neubesetzung eines Direktors für unser Ramada Solothurn steht kurz bevor und die Anstellung einer engagierten, neuen Bankett-Verantwortlichen für das Besenval wurde im letzten Monat vollzogen.» Der voraussichtliche neue Mann am Ruder des – Originalton Oettinger «ins Wanken geratenen Schiffs – werde intensiv auf die anstehenden Aufgaben sensibilisiert und eingearbeitet.

Vermehrt vor Ort

Mit all diesen vollzogenen oder eingeleiteten Schritten glaubt Frank Oettinger, dass sich die Situation in der Seminarmeile wieder normalisiert. «Unser Engagement in Solothurn ist ungebrochen und es ist für uns nicht nur eine Kür, sondern eine Pflicht, das Renommee des Palais Besenval und Landhauses wieder herzustellen», legt der Manager ein klares Bekenntnis zum Standort Solothurn ab.

Er werde in der kommenden Woche um einen weiteren Gesprächstermin im Stadtpräsidium ersuchen, um die künftige Marschrichtung von Ramada zu erörtern. «Zudem werde ich mich verstärkt vor Ort von den Fortschritten überzeugen», so Oettinger weiter, «und zusammen mit Björn Achstaller ein besonderes Augenmerk auf das Besenval und das Landhaus legen.»

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