Die geplante Grundwasserabsenkung dient der abwassertechnische Sanierung des Postplatzes. «Die bestehenden Abwasserrohre liegen bei hohem Grundwasserstand im Grundwasser. Das Gleiche gilt für die Bauarbeiten. Bei hohem Grundwasserstand würde die Baugrube mit Wasser gefüllt. Aus diesem Grund wird er im Baustellenbereich künstlich abgesenkt», erklärt Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt das Vorgehen.

Gerechnet wird mit einer rund achtwöchigen Bauzeit. Mit den Arbeiten an den Abwasserleitungen soll nach den Sommerferien begonnen werden. Und Lenggenhager präzisierend: «Die Baustelle wird je nach Fortschritt Einfluss auf die Verkehrsführungen haben. Diese werden jedoch gering sein. Mit dem Busbetrieb BSU wurden die Fahrwege abgesprochen.» Aber: «Während der Bauphase müssen Parkplätze aufgehoben oder temporär eingeschränkt werden», bestätigt die Bauamtsleiterin.

Das Projekt «Baumdach»

Immerhin wurde der Gemeinderat bereits im September 2017 über die ersten Schritte zur Umgestaltung des Postplatzes orientiert. Vier Büros hatten damals ein Vorprojekt erarbeitet, unter denen die W+S Landschaftsarchitekten mit ihrem Projekt «Baumdach» obenaus-schwangen. Es sieht einen verkehrsfreien, begrünten Platz vor; nur auf der Südseite können Busse und Velos zirkulieren, und über einen Steg im Bereich der Eisenbahnbrücke soll der Aareraum erschlossen werden. Einzige Kritik damals: Keines der eingereichten Projekte sah Etappierungsmöglichkeiten vor.

Das weitere Vorgehen

Die im Spätsommer startende erste Phase der Bauarbeiten betrifft allerdings noch nicht die eigentliche Umgestaltung des Postplatzes, sondern nur die Sanierung der Abwasserleitungen im Untergrund. Andrea Lenggenhager zum weiteren Vorgehen; «Für die Umgestaltung wird zurzeit das Vorprojekt, basierend auf der Siegerstudie, erarbeitet. Anschliessend erfolgt das Bauprojekt.» Ein Knackpunkt: die Linienführung des Busses. Diese sei Thema bei den weiteren Projektierungsschritten. «Varianten werden geprüft.»

Der Kostenrahmen wurde damals mit 1,95 Mio. Franken veranschlagt. Zurzeit liege er immer noch in diesem Bereich, bestätigt das Stadtbauamt. Aber «Kostensicherheit wird es erst mit Vorliegen des Bauprojektes geben.» Und zum Realisierungstermin hält Lenggenhager fest: «Das Projekt geht noch in den politischen Prozess. Es ist vorgehen, den Kreditantrag in die Gemeindeversammlung vom Dezemberoder spätestens Juni 2020 zu bringen, damit die Ausführung 2021 erfolgen kann.»