Solothurn

Nach dem Theaterbesuch fing das Theater an

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Mit dem Ferienbeginn und dem früheren Einnachten werden auch die Einbrecher wieder aktiver. Gleich fünfmal schlugen Einbrecher auf Stadtgebiet innert einer Woche zu – die «Saison» hat wieder begonnen.

«Wir hatten riesiges Glück», erzählt Ruth Anderegg, die am Freitag an der St. Niklausstrasse von einem Einbrecher heimgesucht wurde. «Es gab fast keine Schäden, und es wurde nur etwas Bargeld, eine Uhr und Schmuck gestohlen.» Modeschmuck habe der Täter verschmäht; «und ich musste sogar lachen, als ich zwei Stoffbeutel noch mit dem Inhalt, echtem Schmuck, am Boden fand.» Bemerkt hatte das Ehepaar die Spuren des ungebetenen Gastes nach der Heimkehr vom Theaterbesuch. «Entgegen meiner Gewohnheit hatte ich leider vergessen, irgendwo Licht brennen zu lassen.» Ruth Anderegg nimmt das Ganze gelassen: «Albträume habe ich deswegen keine. Eher fürchte ich mich davor, dass jemand kommt, wenn ich zu Hause bin.» Der Vorfall hat für sie eine Konsequenz: «Ich weiss jetzt, was ich künftig besser machen muss!»

«Bin ein bisschen nervös»

Einbruchserien kommen auch in Solothurn immer wieder vor, diesmal traf es ausser Andereggs am Dienstag noch die Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Stauffacherweg, zwischen dem 1. und 4. Oktober ein in diesem Zeitraum unbewohntes Einfamilienhaus sowie am 30. September die Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Rötiquai. Begonnen hatte das Ganze am 28. September mit dem Einbruch in einem Einfamilienhaus an der St. Josefsgasse. Nachbar Urs Jeger: «Jetzt bin ich ein bisschen nervös, obwohl unser Haus eine Alarmanlage hat.» Bruno Gribi vom Mediendienst der Kantonspolizei bestätigt die Einbrüche: «Sie sind alle nach demselben Muster erfolgt: Die Tür oder ein Fenster wurde mit Gewalt geöffnet.» Riesige Beute gabs dabei offenbar nicht. Etwas Schmuck und Bargeld sei gestohlen worden.

Verdächtige Personen melden

Einen Täter hat die Polizei nicht, aber eine Frau will an der St. Niklausstrsse einen verdächtigen Mann gesehen haben, der sich die Häuser ansah. «Auch wenn sich das Ganze als harmlos herausstellt, sollte man solche Beobachtungen sofort melden», betont Walter Lüdi, Vizekommandant der Stadtpolizei. Man habe dank sofortigem Einsatz auch schon Personen festnehmen können, «und ausgekundschaftet werden die Häuser immer tagsüber», betont Lüdi, dessen Korps mit dem frühen Einnachten die Einbruch-Prävention in den Quartieren verstärken will.

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