Feuerwehr Solothurn

Nach dem «feurigen» 2011 wurde 2012 ruhiger für die Solothurner Feuerwehr

Mit 217 Einsätzen hat die Feuerwehr Stadt Solothurn ein ruhiges Jahr hinter sich, berichtete Kommandant Martin Allemann am Gesamtrapport. Das sei auch im Achtjahresschnitt von 234 Einsätzen eher wenig.

Drastisch reduziert dagegen zeigt sich die Anzahl der Einsatzstunden, die von 2442 auf 1195 Stunden um mehr als die Hälfte gesunken sind, was auch noch markant unter dem Mittel von 1459 Einsatzstunden liegt. Verantwortlich dafür: kein Grosseinsatz. Von den 217 Einsätzen galten 128 Bränden, worunter aber auch die durch Brandmeldeanlagen ausgelösten Fehlalarme zählen.

32 Unentschuldigte wurden verzeigt

Auch ein ruhiges Jahr bringt für eine Stützpunktfeuerwehr ein vielfältiges Aufgabenspektrum und reichlich Einsätze. Brandbekämpfung ist bei weitem nicht ihre einzige Aufgabe, erinnert sei auch an: Unfall- und Liftrettungen mit sechs Einsätzen, Pionier-, die 14 Schadendienst- und Elementarschaden-Einsätze oder auch die Insektenbekämpfung mit 39 Einsätzen.

Diese Aufgaben sollen mit einem Mannschaftsbestand von rund 80 Leuten gelöst werden; diesen und ein gleichbleibendes Ausbildungsniveau zu halten ist insofern schwierig, als bei der heutigen hohen Mobilität gerade unter jüngeren Leuten immer wieder Austritte bzw. Übertritte zu anderen Feuerwehren zu verzeichnen sind.2012 waren das 23 Angehörige der Feuerwehr. Zur Aushebung 2012 traten von den 179 aufgebotenen Personen 39 entschuldigt und 32 ohne Entschuldigung nicht an, letztere wurden verzeigt. Zusammen mit den Neueintritten per Anfang Jahr konnte der Bestand fast gehalten werden. Der Altersdurchschnitt der Korpsangehörigen der Feuerwehr Stadt Solothurn liegt bei 30 Jahren.

Stadtpräsident dankte

Mit einer guten Ausbildung steht und fällt auch die Feuerwehrarbeit, und das Unfallrisiko kann erheblich gesenkt werden. An 14 Kursen, von Einführungs- bis zum Leiterkurs, nahmen an 113 Tagen 65 Angehörige der Feuerwehr Stadt Solothurn teil. Befördert werden konnten im Berichtsjahr: Zum Oberleutnant Iwan Bieri und Philippe Stucki; zum Wachtmeister Boris Käch; zu Gefreiten Andreas Arnold, Noureddine Khoumeri und Bruno Tschan. Von der Verkehrsgruppe der Stadtpolizei wurden befördert: zum Wachtmeister mit mbA Marcel Christ, zum Wachtmeister Amanda Oetterli und zum Gefreiten Cornelia Stampfli. Speziell geehrt wurde Wm mbA Martin Nobs für seine 25-jährige Zugehörigkeit zur Verkehrsgruppe Feuerwehr.

Stadtpräsident Kurt Fluri dankte den aktiven wie den aus der Feuerwehr Solothurn Ausscheidenden für ihre langjährigen, zuverlässigen Dienste. Das resultiere aus guter Kameradschaft und hoher Motivation im Korps und springe als positiver Funke auf die Bevölkerung über, was nicht zuletzt bei den gut besuchten Hauptübungen zu erkennen sei. Das lasse erwarten, dass auch der Soll-Bestand wieder erreicht werde.

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