Kammerorchester 

Nach Coronapause: Endlich wieder Livemusik in Solothurn

Das Solothurner Kammerorchester darf wieder spielen.

Das Solothurner Kammerorchester darf wieder spielen.

Nach der Coronabedingten, langen Konzertpause wird das Solothurner Kammerorchester, als erstes grösseres Ensemble in Solothurn wieder öffentlich Musik machen. Am 28. August ist es so weit.

Mit dem gebürtigen Russen und Geiger Daniel Kobyliansky, der im Bieler Sinfonieorchester als langjähriger Konzertmeister wirkt, erklingt ein abwechslungsreiches Programm: Neben der bekannten zweiten Violinromanze von Ludwig van Beethoven spielt der Solist das heute nicht mehr oft aufgeführte Violinkonzert Nummer 22 a-Moll von Giovanni Battista Viotti, das selbst Johannes Brahms bewunderte. Viotti lebte im 18. Jahrhundert und komponierte hauptsächlich für die Violine: Insgesamt 70 Sonaten und 29 Konzerte sind erhalten. Das bekannteste und meist gespielte der Violinkonzerte ist dasjenige in a-Moll (Nr. 22), das um 1803 entstand. Johannes Brahms schrieb dazu an Clara Schumann: «Es ist ein Prachtstück, von einer merkwürdigen Freiheit in der Erfindung; als ob er fantasiere, klingt es, und ist alles meisterhaft gedacht und gemacht …».

Im Programm ist auch der Komponist Richard Flury aus Biberist mit dem Intermezzo aus seiner letzten Oper «Der schlimm-heilige Vitalis» vertreten, welches 1963 entstand. Sie basiert auf der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller.

Haydn mit seiner Sinfonie Nr. 101 in D-Dur. Sie gehört zu Haydns «Londoner Sinfonien». Er komponierte sie im Rahmen seiner zweiten Englandreise, zum Teil noch in Wien. Die Uraufführung fand am 3. März 1794 in London statt.

Hinweis

Grosser Konzertsaal Solothurn, Freitag, 28. August, 20 Uhr, Eintritt: 45 Franken.

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