Solothurn
Nach Brand in Von-Roll-Haus: Böse Erinnerungen werden wach

Der Brand im Von-Roll-Haus hat bei den Solothurnern böse Erinnerungen wachgerufen. Im März vor vier Jahren kam es in der Altstadt an der Hauptgasse ebenfalls zu einem grösseren Brand. Dieser verlief aber weniger glimpflich.

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Grossaufgebot der Feuerwehr: Zuchwil und Bellach verstärken die Stützpunktfeuerwehr Solothurn Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
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Starke Rauchentwicklung Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Rauch über Solothurn Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Aus dem Dachstock tritt Rauch und Feuer aus Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Feuerwehrmänner am Löschen Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Brand Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Mit Löschkränen versucht die Feuerwehr den Brand zu löschen Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Die Häuser beim «Märetbrunne» brennen lichterloh Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Von der Goldgasse Richtung Hauptgasse Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
Der Dachstock oberhalb der Boutique Sperisen brennt Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann
 (Bild mobile Reporter Tanja Lander)
Feuer in der Altstadt: Brand an der Hauptgasse in Solothurn
 (Bild mobile Reporter Tanja Lander)
 (Bild mobile Reporter Tanja Lander)
 (Bild mobile Reporter Tanja Lander)
 (Bild mobile Reporter Tanja Lander)
 (Bild mobile Reporter Tanja Lander)

Grossaufgebot der Feuerwehr: Zuchwil und Bellach verstärken die Stützpunktfeuerwehr Solothurn Bild: Wolfgang Wagmann/Daniel Wagmann

Solothurner Zeitung

Der Brand mitten in der Solothurner Altstadt brach am 29. März 2011 am frühen Nachmittag aus. Von der Marktgasse aus haben Schaulustige bereits um 14.20 Uhr das Feuer bemerkt, doch eine Brandmeldung ging bei der Alarmzentrale in Solothurn erst um 14.54 Uhr ein. Acht Minuten später war die Feuerwehr vor Ort.

«Wertvolle 35 Minuten gingen hier verloren, die es ermöglicht hätten, das Feuer im Entstehungsstadium zu ersticken», meinte Paul Haus, Kantonaler Feuerwehrinspektor, damals zur az Solothurner Zeitung. Das Feuer konnte sich denn auch auf weitere Gebäude ausbreiten. Der Brand hat sich vom Haus Nummer 54, links und rechts auf jeweils zwei weitere Liegenschaften ausgebreitet. Am Haus Nr. 54 und am Haus Nr. 56 sind dabei die grössten Schäden entstanden. Insgesamt gab es einen Sachschaden von rund fünf Mio. Franken.

Das Feuer lodert aus dem Fenster
25 Bilder
Brand in der Solothurner Altstadt - Feuer im Von-Roll-Haus
Die zerborstenen Fenster
Die Ostfassade des Von-Roll-Hauses
Das Brandobjekt vom Kronenstutz aus
Rauch steigt über der Altstadt auf.
Über den Garten des Von Roll-Hauses griff die Feuerwehr den Brandherd an
Vor dem Mauritiusbrunnen ist der Einsatzschwerpunkt der Feuerwehr
Hier, in der Küche über dem Innenhof, soll der Brand ausgebrochen sein
Russ steigt aus den Fenstern.
Russ steigt aus den Fenstern
Ein Feuerwehrmann bekämpft den Brand
Die Feuerwehr ist mit einem Grossaufgebot vor Ort
Die Hauptgasse wurde im Bereich des Brandes gesperrt
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr
Die Feuerwehr legen einen Schlauch aus
Die Feuerwehr ist mit mehreren Fahrzeugen vor Ort
Tourismusdirektor Jürgen Hofer im unversehrten Rittersaal

Das Feuer lodert aus dem Fenster

Reto Steffen

Heute hatte die Feuewehr den Brand im Von-Roll-Haus rasch unter Kontrolle. Das war auch dank des beherzten Eingreifens von Marianne von Roll der Fall. Die Seniorin hatte den Brand in der stillgelegten Küche bemerkt und wollte noch selbst mit dem Feuerlöscher eingreifen. Weil es nichts half, alarmierte sie gleich die Feuerwehr. Das Haus ist zwar derzeit nicht mehr bewohnbar, doch das Feuer griff nicht auf Nachbarsgebäude über.

Weitere Altstadt-Brände

In den letzten Jahren gab es weitere Brände in der Solothurner Altstädte, die aber allesamt glimpflich ausliefen. Im September 2013 ist kurz nach Mitternacht in der Küche eines Mehrfamilienhaus an der Hauptgasse Feuer ausgebrochen. Die angerückte Feuerwehr hatte den Brand im vierten Stock rasch im Griff. Verletzt wurde dabei niemand. Der Sachschaden betrug jedoch mehrere 10'000 Franken. Die betroffene Wohnung war nicht mehr bewohnbar.

Ein Defekt an einem Elektrospeicherofen hat im Februar 2012 einen Schwelbrand ausgelöst. Im obersten Stock der Schaalgasse 8 gab es ein Leck im Ofen, ein Loch wurde in den Boden gebrannt. Die Feuerwehr musste Decken und Wände öffnen, um die Glutnester löschen zu können. Verletzte gab es dabei keine. (fam)