Solothurn
Nach Attacke auf Briefkästen von SP-Politiker: Staatsanwaltschaft sistiert Verfahren

Bei der Solothurner Nationalrätin Franziska Roth und zwei weiteren SP-Politikern brannte es im April 2019 in den Briefkästen. Wer für die Brandschläge verantwortlich ist, bleibt unklar. Das Verfahren wurde nun eingestellt.

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Letztes Jahr brannten in der Stadt Solothurn die Briefkästen von SP-Politikern, darunter derjenige von Nationalrätin Franziska Roth. Verletzt wurde niemand. Da die Staatsanwaltschaft das Verfahren nun sistiert hat, kommen die Täter wohl ungeschoren davon.

Die SP-Nationalrätin Franziska Roth kann dies zwar akzeptieren — trotzdem bleibe aber ein ungutes Gefühl, wie sie gegenüber TeleM1 schildert: «Es ist kein leichter Fall gewesen. Und ich werde oft noch auf den Anschlag angesprochen. Die Leute wollen wissen, wie es mir geht. Ich selber habe immer ein mulmiges Gefühl so um den ersten Mai herum.»

Einige Tage nach den Brandanschlägen wurde die Türe des SP-Parteisekretariats mit einem schwarzen Kreuz besprayt; auch hier konnte die Täterschaft nicht ermittelt werden.

Beleidigende Kommentare sind keine Rarität

Seit der Wahl in den Nationalrat ist sich die SP-Frau Mails und Kommentare unter der Gürtellinie gewohnt: «Mails bekomme ich, jetzt abgesehen vom Briefkasten, derart unter der Gürtellinie verfasst, dass ich es hier nicht sagen kann.» Die ganz schlimmen Mails leite sie jeweils an das kantonale Bedrohungsmanagement weiter. Aber auch dort konnten die Täter bis anhin nicht ausfindig gemacht werden. (nas/TeleM1)

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