Solothurn
Nach 13 Jahren gibts wieder einen «Tag des Pferdes»

Ein früherer, beliebter Traditionsanlass wird in Solothurn am nächsten Sonntag wieder einmal durchgeführt: Der Tag des Pferdes.

Wolfgang Wagmann
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Tag des Pferdes
11 Bilder
Gemütlich war es auf so einer Kutsche...
Schön geschmückt...
... ging es damals vor dem St.Ursen und einer grossen Menschenmege durch die Stadt.
Stilecht waren auch die Insassen der Kutschen
Auch Akrobatik auf dem Rücken des Pferdes fehlte nicht.

Tag des Pferdes

Hanspeter Bärtschi

Schon im April 2015 war bekannt geworden: 2016 soll wieder einmal ein «Tag des Pferdes» stattfinden, mit Umzug von Reitern und Kutschen durch die Stadt Solothurn.

Diese überraschende Ankündigung machte damals Christof Henzi, Präsident der Interessengemeinschaft Pferd Grenchen-Solothurn, an der Mitgliederversammlung in Bettlach. Überraschend war die Ansage deshalb, weil der letzte «Tag des Pferdes» bereits zwölf Jahre zurücklag. Zuvor hatte die IG Pferd den Anlass seit 1997 alle drei Jahre durchgeführt.

«Einfach wird es nicht werden», gab Henzi schon damals gegenüber dieser Zeitung zu bedenken, «und auch nicht billig.» Denn besonders die Vorschriften im Bereich Sicherheit seien seit 2003 verschärft worden.

Doch unbeeindruckt stimmten die Mitglieder einstimmig für die Freigabe eines Kredits von rund 10 000 Franken für die Planung und Vorbereitung des Anlasses. Dieses Geld resultierte noch aus der letzten Durchführung des Umzugs.

Heikle HESO-Passage

«Wir erwarten mehr als 200 Pferde am Umzug, darunter als Höhepunkt die berittene Artilleriemusik Solothurn», erklärt OK-Chef Daniel Aebi. Reitvereine, Kutschen und sonstige berittene Grüppchen bilden den grossen Korso, der am Sonntag um 14.30 Uhr in der Mutte startet und dessen Spitze rund eine halbe Stunde später über den Amthausplatz die Altstadt beim Bieltor erreichen dürfte. Von dort aus passiert der Umzug die Gurzeln- und Hauptgasse, um die Innenstadt wieder durch das Baseltor zu verlassen.

Damit beginnt für den ganzen Tross der heikelste Streckenabschnitt, denn er muss das an den Sonntagen traditionell sehr gut besuchte HESO-Areal vor der Reithalle queren. Umgekehrt wird wohl das Queren der Messebesucher von der einen zur anderen HESO-Hälfte nicht ganz einfach.

Erstens wird die Umzugslänge auf eineinhalb Stunden Passierzeit insgesamt veranschlagt, andererseits können die einzelnen Blöcke und Gruppen nicht so weit zurückgehalten werden, um längere Lücken für das HESO-Publikum zum Queren des Messegeländes zu schaffen. «Und zwar geht dies wegen dem Bipperlisi nicht», gibt Aebi zu bedenken.

Denn nach dem Traversieren des HESO-Areals biegt der Umzug beim Baseltor-Kreisel Richtung Rötibrücke ab und erreicht über diese dann die Vorstadt. Einfacher gestaltet sich der Rückweg über die Wengibrücke, von wo aus der Korso sich zur Auflösung wieder zurück an den Startpunkt in der Mutte bewegt.

Immerhin ein Problem stellt sich dem OK der IG Pferd am kommenden Sonntag nicht: Für das erste HESO-Wochenende ist schönes und mildes Herbstwetter vorausgesagt.