Am Donnerstagabend geht es los: In der Reithalle werden die 53. Solothurner Filmtage feierlich eröffnet. Gemäss Programm wird SP-Bundesrat und Kulturminister Alain Berset die Eröffnungsrede halten – zudem ist ein «Point de Presse» mit dem amtierenden Bundespräsidenten angesetzt.

Doch ob Berset die Filmtage tatsächlich beehren wird, ist zwei Tage vor dem Startschuss noch alles andere als sicher. Der Grund dafür ist das World Economic Forum (WEF), das ab Dienstag parallel in Davos stattfindet – und notabene ebenfalls von Berset eröffnet werden soll. Bereits seit längerem steht fest, dass der Terminkalender des Bundespräsidenten am Donnerstag dicht gedrängt sein wird.

Nun könnte gleichentags jedoch noch ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump hinzukommen. Nach Angaben der Bundeskanzlei soll das Treffen – es wird Bersets wichtiges WEF-Meeting – am Donnerstag oder Freitag stattfinden; der genaue Zeitpunkt sei noch offen. In Davos ist es nicht unüblich, dass auch hochrangige Gespräche sehr kurzfristig anberaumt werden. Darum könne es nicht ausgeschlossen werden, dass Alain Berset die Eröffnung der Filmtage verpassen wird, wie sein Sprecher Peter Lauener auf Anfrage erklärt. «Wenn es möglich ist, wird der Bundespräsident sehr gerne nach Solothurn kommen.»

Die Filmtage und das Schweizer Filmschaffen genössen beim Kulturminister einen hohen Stellenwert.

Ob Berset nach Solothurn reist, dürfte am Mittwoch oder gar erst am Donnerstag klar werden. Sprecher Lauener betont: Die Filmtage seien schon vor Monaten informiert worden, dass die definitive Teilnahme von Berset in seinem Präsidialjahr wegen des WEF erst sehr kurzfristig zugesichert werden könne. Die Organisatoren befinden sich im Austausch mit Bersets Departement, bestätigt Filmtage-Sprecherin Ursula Pfander. Derzeit gehe man davon aus, «dass am Donnerstag alles nach Plan verläuft». (sva)