Swiss Blues Challenge
Musik machen als Privileg: Solothurner Band holt Auszeichnung in Basel

Mit seiner Solothurner Band Johnny Fontane and the Rivals hat Tom Marcozzi die Swiss Blues Challenge gewonnen. Nächstes Jahr vertreten die Musiker sogar in Italien die Schweiz. Zuerst treten sie aber am Samstag beim Street Musical Festival auf.

Hans Peter Schläfli
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Tom Marcozzi bei der Arbeit in seinem Tonstudio.

Tom Marcozzi bei der Arbeit in seinem Tonstudio.

Wolfgang Wagmann

Er nimmt eine seiner Fender-Replicas in die Hand und spielt «Ramseiers wei go graase». «Viele Volkslieder basieren auf den drei Blues-Akkorden», erklärt Tom Marcozzi in seinem kleinen Tonstudio, dessen Wände mit edlen Gitarren vollgehängt sind. «Diese drei Akkorde sind wie das Mehl, aus dem Brot gebacken wird. Das Brot schmeckt von Ort zu Ort immer etwas anders, aber es entsteht eigentlich immer aus demselben Mehl. So ähnlich ist das auch mit dem Blues.»

Die drei Blues-Akkorde sind das Grundnahrungsmittel der Musik, die er als Sänger und Gitarrist seit einigen Jahren mit Johnny Fontane and the Rivals zelebriert. Die Band mit Tom Marcozzi (Gesang und Gitarre), Philipp Lüdi (Piano), Lukas Zürcher (Schlagzeug), Christian Spahni (Bass) spielt einen rockigen Blues, oder wie es auf der Homepage heisst, einen «Mafia-Blues-Rock ohne Kompromisse», und das mit wachsendem Erfolg. Seit der CD-Taufe von «Lemme Tell Ya!» mit einem tollen Konzert im «Kofmel» werden Johnny Fontane and the Rivals auf verschiedenen Sendern gespielt. «Beim Radio BeO wurden wir sogar in die Heavy Rotation aufgenommen», sagt Marcozzi.

Inspiriert wurde der studierte Gitarrist in den 80er-Jahren durch Eric Clapton, Eddie van Halen, Gary Moore und Iron Maiden und andere, weniger bekannte Virtuosen. «Ich habe mich ganz jung für Blues interessiert und habe viel später, nach einigen rockigen Jahren, gemerkt, dass ich mich nie wirklich vom Blues gelöst habe», beschreibt Marcozzi seinen musikalischen Hintergrund.

Der perfekte Tag in Basel

Diesen Sommer gewannen nun Johnny Fontane and the Rivals in Basel sogar die Swiss Blues Challenge. «Ich habe die Band im Geheimen angemeldet», erzählt Tom Marcozzi, «denn Wettbewerbe sind eigentlich nicht unser Ding. Musik so zu bewerten, kann sehr ungerecht sein, weil es nicht nur um Qualität, sondern auch um den persönlichen Geschmack geht.» Aber dann habe die Band in Basel einen perfekten Tag erlebt. «Es war unglaublich heiss und wir haben uns zwischen dem Soundcheck und dem Konzert im Rhein abgekühlt. Wir fühlten uns wohl und die Show ist uns geil gelungen. Als das Gremium der Swiss Blues Society verkündete, dass wir die Sieger sind, freuten wir uns riesig.»

Der Titel habe der Band einige Türen geöffnet. «Dafür sind wir wirklich dankbar. Wir dürfen im nächsten März an der European Blues Challenge in Italien die Schweiz vertreten, das macht uns stolz. Wenn wir im Januar an die internationale Challenge in Memphis wollen, müssen wir die Reise selber bezahlen. Das wäre sehr cool, aber wir müssen noch schauen, wie wir das finanzieren können.»

Johnny Fontane and the Rivals in Action
6 Bilder
Tom Marcozzi an seiner Gitarre
Der Beherscher der Riffs
Man lässt sich feiern
Tim Marcozzi in seinem Tonstudio
Toni Marcozzi zeigt stolz seine Sieges-Trophae

Johnny Fontane and the Rivals in Action

zvg

Die nächsten Auftritte

Samstag, 22. August: ab 18 Uhr Street Music Festival Solothurn

Freitag, 28. August: Lion’s Bar Erlinsbach

Sonntag, 30. August: Blues Brunch Bieler Altstadtchilbi

Samstag, 5. September: Little Hill Open Air Horriwil

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