Die Partei begründet den Vorstoss wie folgt: «Der Henzihof und das dazugehörende Lusthäuschen sind nicht nur für die Quartierbewohnerinnen und -bewohner ein wichtiger Identitätspunkt. Das Ensemble verleiht dem Quartier im Rahmen unserer Stadtentwicklung einen wichtigen historischen Bezugspunkt und stellt einen qualitativ hochwertigen Aussen- und Identifikationsraum für die Bevölkerung im Quartier dar.» Dieses Ensemble, so die SP, übernehme «eine wichtige städtebauliche Scharnierfunktion» zwischen alter und neuer Bebauung.

Bereits im Mitwirkungsbericht zum Stadttag mit der Öffentlichkeit 2014 sei im Rahmen der Stadtentwicklung mehrfach geäussert worden, dass dem Henzihof eine besondere Stellung zukomme und er zu erhalten sei. Auch werde im Stadtentwicklungskonzept von 2015 festgehalten: «Dank der Realisierung des Quartierzentrums Weststadt auf dem Areal Weitblick-Nord, beispielsweise im Henzihof, entsteht ein Begegnungsort der Generationen.» Weiter habe der Gemeinderat im Rahmen des Entwicklungskonzepts Weitblick beschlossen, die beiden Gebäude zur Integration in die Neuüberbauung zu prüfen.

Zuletzt hatte das Stadtbauamt gegenüber dieser Zeitung bestätigt, dass noch kein Entscheid zu den beiden Objekten gefallen sei. So sollen ein bauliches sowie ein kulturelles Gutachten über den Weiterbestand sowohl des Lusthäuschens als auch des Henzihofs befinden.

Doch gebe es denkmalpflegerische Gutachten für das Lusthäuschen wie den Henzihof, hält die SP weiter fest. Sie bestätigten, dass «beide Gebäude einen kulturellen Wert, aber insbesondere ein sehr hohes Identifikationspotenzial bei der Bevölkerung darstellen.» Die Restaurierung des «Folie» durch den Quartierverein belege dieses Potenzial eindrücklich und die Zwischennutzung bringe Leben ins Quartier. Auch der Henzihof lasse sich gemäss Studien der Hochschule Luzern «ideal» als Quartierzentrum nutzen. (szr/mgt)