Staatsanwaltschaft
Mord-Anklage nach tödlichen Schüssen in der Solothurner Bahnhof-Unterführung

Ein Mann erschoss im Oktober 2016 einen Landsmann in der Solothurner Bahnhofunterführung. Nun ist die Untersuchung abgeschlossen und er wird des Mordes angeklagt - und das ist nicht alles.

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Die Solothurner Staatsanwaltschaft erhebt gegen einen heute 49-jährigen Mann aus Sri Lanka Anklage wegen Mordes und weiterer Delikte, wie sie am Donnerstag mitteilt. Dem Mann wird unter anderem vorgeworfen, im Oktober 2016 in der Fussgängerunterführung im Bahnhof Solothurn einen Mann angeschossen und tödlich verletzt zu haben.

Der heute 49-jährige Mann aus Sri Lanka hatte am 25. Oktober 2016 vor einem Lokal im südlichen Teil der Bahnhofspassage in Solothurn auf einen 29-jährigen Landsmann geschossen und diesen dabei so schwer verletzt, dass er am Tag darauf im Spital verstarb. Im Anschluss soll er die Waffe gegen weitere vor Ort Anwesende gerichtet und versucht haben, einen weiteren, heute 34-jährigen Sri-Lanker zu erschiessen.

«Er brach die Glastüre auf und kam mit der Waffe auf mich zu», hatte dieser gegenüber dem Regionalsender TeleM1 gesagt. Der Mann habe versucht, auf ihn zu schiessen. «Ich konnte ihn überwältigen und warf die Waffe fort, daraufhin ging er weg.»

Nach einer Grossfahndung stellte sich der tatverdächtige Mann damals selber der Polizei. Die Staatsanwaltschaft hat die Strafuntersuchung abgeschlossen, wie sie in ihrer Mitteilung schreibt. Sie erhebt nun im Zusammenhang mit diesem Vorfall Anklage unter anderem wegen Mordes, versuchten Mordes sowie mehrfacher Gefährdung des Lebens.

Der Termin der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern steht
noch nicht fest. (jk)