Solothurn

Modelleisenbahnen strahlen neu im Tageslicht

Inhaberin Judith Rufer und Mitarbeiterin Rita Jäggi haben sich an der Westbahnhofstrasse ihr neues Reich für Modellbau-Fans eingerichtet. ch

Inhaberin Judith Rufer und Mitarbeiterin Rita Jäggi haben sich an der Westbahnhofstrasse ihr neues Reich für Modellbau-Fans eingerichtet. ch

Die Modellbauabteilung im Kellergewölbe des Spielwarenladens Bohnenblust ist aus- und umgezogen – an die Westbahnhofstrasse 12.

«Während früher die Kinder im vorderen Teil des Kinderparadies Bohnenblust gestöbert haben, zog es häufig die Väter zu uns in den hinteren Teil des Geschäfts», erzählt Judith Rufer, die Inhaberin von «CMS Cre-Action Modellbau & Spiele». Im Kellergewölbe des Spielwarengeschäfts Bohnenblust, lagerte bisher alles, was das Herz von Sammler- und Modelleisenbahnbauer höher schlagen lässt. Was viele dabei nicht wussten: das Kinderparadies Bohnenblust, damals bekannt unter dem Namen Hirsig, wollte 1996 den Verkauf von Eisenbahnmodellen aufgeben, worauf die langjährige Mitarbeiterin Judith Rufer kurzerhand diesen Teil des Geschäfts übernommen hatte. Zur Freude vieler Sammler und Modelleisenbahnbauer, da das Geschäft weit über regionale Kreise heraus viele treue Stammkunden zählt.

Aus dem Keller ans Tageslicht

«Ich war Inhaberin eines Geschäfts in einem Geschäft, doch nach 16 Jahren brauchte ich langsam, aber sicher eine Veränderung», erzählt Rufer und präzisiert ihre Beweggründe zum Umzug genauer: «Tagein, tagaus in einem finsteren Keller ohne Tageslicht zu arbeiten, schlägt einem doch aufs Gemüt!» Ihr Geschäft und die treue Stammkundschaft deswegen aufgeben, wollte sie nicht und hielt nach einem neuen Lokal Ausschau.

Weniger Fläche aber mehr Höhe

Raus aus dem neonbeleuchteten Keller, rein in den lichtdurchfluteten Verkaufsladen. Judith Rufer hat sich an der Westbahnhofstrasse 12 in ein neues Lokal eingemietet. Die riesigen Schaufenster gestalten ihr Geschäft heller, freundlicher und locken praktischerweise Laufkundschaft an. Die Ladenfläche ist im Vergleich zum früheren Standort minim kleiner, «die Räume sind dagegen höher und wir können unsere Ware mehr aufeinanderstapeln», beschreibt Rufer die neuen Platzverhältnisse, welche besonders den «Warhammer»-Anhänger zugutekommen.

«Warhammer» wie?

Im hinteren Teil des Geschäfts nimmt ein grosser Tisch, der für Laien wie eine nicht fertiggestellte Modelleisenbahnlandschaft aussieht, viel Raum in Anspruch. Dabei dient die Tischlandschaft als Spielbrett für das Fantasy-Rollenspiel. Mit selbstbemalte Kämpfer-Figürchen aus Zinn treten die Hobby-Spieler gegeneinander an. Der Anhängerkreis des Strategiespiels ist laut Rufer sehr gross. Bei Bohnenblust wurde für die Fangemeinde an zwei Samstagen im Monat ein Spiel-Tisch zur Verfügung gestellt.

Am neuen Standort haben die «Warhammer»-Kunden nun die Möglichkeit, während der regulären Öffnungszeit gegeneinander anzutreten. «Eine dankbare und treue Kundschaft, der ich auf diese Weise etwas zurückgeben kann», begründet Rufer ihr kostenloses Angebot.

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