Mitwirkung
Solothurner Stadtmist: Jetzt ist die Meinung der Bevölkerung gefragt

Die Sanierung der Stadtmistdeponien nimmt Formen an. Ab dem 15. November können sich Bevölkerung und Verbände im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung zu den aktuellen Plänen äussern.

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Arbeiten auf einem Testfeld des Solothurner Stadtmists.

Arbeiten auf einem Testfeld des Solothurner Stadtmists.

Hanspeter Bärtschi

Die Vorbereitungen für die Totalsanierung des Solothurner Stadtmists sind in vollem Gange. Und nun kann auch die öffentliche Mitwirkung durchgeführt werden, wie die Staatskanzlei des Kantons Solothurn mitteilt.

Das Mitwirkungsverfahren dauert vom 15. November bis 15. Dezember 2021. Informationen können auf der Projekt-Website eingesehen werden. Dort ist auch der Fragebogen zur Mitwirkung zu finden. Im Frühjahr 2022 soll das Sanierungsprojekt öffentlich aufgelegt werden.

Das Projekt zeige unter anderem den Bauablauf für den Totalaushub, die Abfallanlage für die Materialaufbereitung vor Ort, die Rekultivierung mit Schaffung von Fruchtfolgeflächen sowie die ökologischen Aufwertungsmassnahmen auf. Das schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Im Südwesten der Stadt Solothurn wurden in der Zeit von 1926 bis 1975 rund 500'000 Tonnen Hauskehricht-, Gewerbe- und Industrieabfälle grossflächig abgelagert – der sogenannte Stadtmist. Die drei Deponien Oberer Einschlag, Spitelfeld und Unterhof sind nach umfangreichen Detailabklärungen und Untersuchungen von Gesetzes wegen sanierungsbedürftig.

Nachhaltigkeit dank Totalaushub

Es habe sich gezeigt, dass nur ein Totalaushub der Stadtmistdeponien Grund- und Oberflächengewässer nachhaltig vor Belastungen schütze. Ausserdem würden mit der Schaffung von Fruchtfolgeflächen und ökologischen Aufwertungsmassnahmen bedeutende Mehrwerte gegenüber dem heutigen Zustand geschaffen.

Kosten und Zeitplan

Die Kosten für die Sanierung betragen gemäss Kanton rund 120 Millionen Franken. Die Kosten sind zweckgebunden und werden vom Bund zu 40 Prozent mitfinanziert. Der Baubeginn ist ab Mitte 2022 vorgesehen und dürfte rund 6 bis 8 Jahre in Anspruch nehmen. (sks)

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