«Den höchsten Jahresabschluss seiner Geschichte» konnte die Regiobank Solothurn im vergangenen Jahr erzielen. Die vermeldete das Geldinstitut in einer Medienmitteilung. So stelle man ein stabiles Wachstum fest. Besonders erfreulich sei die massive Stärkung des Eigenkapitals. Dieses konnte um 14,82 Mio. oder 6,9 Prozent auf 228,4 Mio. Franken gesteigert werden. Der operative Geschäftserfolg liegt mit 16,53 Mio. um 0,45 Mio. Franken oder 2,8 Prozent über dem Vorjahr. Der Jahresgewinn liegt mit 7,57 Mio. Franken um 1,86 Prozent über dem Vorjahr. Im Berichtsjahr stieg die Bilanzsumme um 3,6 Prozent oder 96 Mio. auf 2,79 Mia. Franken.

Gerade für die Aktionäre erfreulich: Geplant ist eine Dividendenerhöung von 66 auf 68 Franken pro Aktie – zuzüglich einer einmaligen Ausschüttung von 4.40 Franken pro Aktie, dies vor dem Hintergrund des Firmenjubiläums der Regiobank. Mit der Gründung der Ersparniskasse der Stadt Solothurn vor genau 200 Jahren wurde der Grundstein für die heutige Regiobank gelegt. Im Rahmen der 200-Jahr-Feierlichkeiten soll auch ein Buch publiziert werden, das die Geschichte der Bank abbildet.

Aus dem restlichen Gewinn sollen mit 3,9 Mio. Franken die Reserven geäufnet werden. Dem Fonds zur Förderung und Unterstützung kultureller, sozialer und sportlicher Anliegen sollen – wie im Vorjahr – 350'000 Franken zugewiesen werden.

Ausleihungen wurden erhöht

«Trotz weiterhin hohem Konkurrenzdruck ist es uns gelungen, die Ausleihungen zu erhöhen», schreibt die Regiobank weiter. Konkret beträgt der Zuwachs 68,8 Mio. Franken oder gut 3 Prozent. Rund 93 Prozent der Ausleihungen sind mit Grundpfanddeckungen gesichert.

Rund 30 Mio. Franken oder 1,5 Prozent Zuwachs verzeichnete die Regiobank bei den Kundengeldern. Damit nimmt sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren bescheidener aus. Die Regiobank begründet dies damit, dass man sich Anfang Jahr bewusst von teuren Kundeneinlagen in der Höhe von CHF 42 Mio. getrennt habe, was mit mit breit abgestützten Geldern von Privat- und Firmenkunden ausgeglichen worden sei. Das Verhältnis zwischen Kundengeldern und den Kundenausleihungen  beträgt per Jahresende 90,3 Prozent und liege im Branchenvergleich auf hohem Niveau.

Verunsicherung an den Finanzmärkten

Das Zinsengeschäft als wichtigste Ertragsquelle trug im Berichtsjahr rund drei Viertel zum Betriebsertrag bei. Dafür ging der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im Berichtsjahr um 2,8 Prozent zurück. Nach einem guten Börsenjahr 2017 habe die unsichere Lage an den Finanzmärkten 2018 zu Verunsicherungen geführt. Der Rückgang der Börsenkurse habe sich letztlich auch negativ auf die eigenen Wertschriftenpositionen der Regiobank im Handel ausgewirkt. Aus Kursverlusten resultierte somit ein Ertragsrückgang von 487'000 Franken.

Der Blick in die Zukunft zeichnet ein Bild mit Herausforderungen: «Die Lage am Geld- und Kapitalmarkt bleibt angespannt.» Ein gleichmässiges solides Wachstum sei auch fürs laufende Jahr ein Ziel. So sollen auch die Eigenmittel nochmals erhöht werden. (mgt/szr)