Stadttheater Solothurn

Mit «Romeo und Julia» steht das nächste Grossprojekt für Katharina Rupp an

Schauspiel-Direktorin Katharina Rupp freut sich auf «Rome und Julia». (Archiv)

Schauspiel-Direktorin Katharina Rupp freut sich auf «Rome und Julia». (Archiv)

Seit 40 Jahren bilden die Freunde des Stadttheaters Solothurn einen unverzichtbaren Bestandteil für die Beschaffung zusätzlicher Mittel für das Theater. Das kam auch an der diesjährigen Generalversammlung zum Ausdruck.

Präsidentin Claudia Eng konnte wiederum viele Mitglieder in der Säulenhalle des Landhauses begrüssen. Im Verlaufe der Versammlung wurde viel gedankt, einerseits vom Vorstand des Vereins an die Adresse der Theaterverantwortlichen und von diesen an den Verein und seine Mitglieder. Die Vereinsmitglieder konnten im vergangenen Geschäftsjahr Einblicke in die Maske und Schneiderei nehmen und sich über die Kunst des Schminkens und des Ausstattens orientieren lassen. Ebenfalls konnten sie einer Beleuchtungsprobe beiwohnen und eine Bühnenprobe des Schauspiels «The Roommates» mitverfolgen.

Im Anschluss an die Generalversammlung folgte denn auch eine Probe des Anfangs von «Wunschkinder», der nächsten Schauspielpremiere. Eine Kostprobe, welche auf den Besuch des ganzen Werkes neugierig machte. Soweit die Leistungen des Theater Orchesters Biel-Solothurn (TOBS). Finanzielle Zuwendungen des Vereins gab es für die aufwändigen Tierkostüme in «Animal Farm» und für ein erweitertes Ensemble und die Live-Musik in «Le Bal» je 6000 Franken. Dank des Auffindens von fünf Sponsoren konnten weitere 10'000 Franken aufgetrieben werden, als eine vorgesehene Koproduktion für «Le Bal» kurzfristig scheiterte.

Insgesamt haben die Theaterfreunde in den letzten 40 Jahren dem Theater die stolze Summe von 789'523 Franken zukommen lassen. «Wir wollen auch die Million noch erreichen,» meinte Claudia Eng.

Nach drei Jahren ist das Projekt der Unterstützung für junge Schauspieler und Schauspielerinnen eingestellt worden. Diese Gelder wurden zusätzlich zu den Mitgliederbeiträgen gesammelt, so dass viele Leute sich auch mit kleinen Beiträgen als Sponsoren bezeichnen dürfen.

Seine erste Rolle: Eine Tomate

Bildungsdirektor Remo Ankli überbrachte die Grüsse der Regierung und konnte berichten, dass eine Führung durch das Stadttheater zu den Höhepunkten der diesjährigen, in Solothurn stattgefundenen, Jahresversammlung der EDK (Erziehungsdirektorenkonferenz) gehörte. Das Theater werde auch einen entsprechenden Stellenwert im geplanten kulturellen Leitbild des Kantons erhalten.

Für die Stadt Solothurn trat Statthalter Pascal Walter ans Rednerpult. Seine erste Begegnung mit dem Theater verdanke er Wolfgang Panzer mit der Schultheaterwoche auf der Waldegg. «Ich weiss zwar nicht mehr wie das Stück hiess, aber ich spielte eine Tomate». Und weiter: «Unser Theater ist ein wichtiger Werbeträger für die Stadt.» Intendant Dieter Kaegi konnte mit Irene Salgado die neue Verantwortliche für Marketing und Kommunikation vorstellen. Aus dem Vorstand verabschiedet sich Thomas Kaegi.

«Romeo und Julia» kommen

Katharina Rupp, Direktorin Schauspiel, stellte mit «Romeo und Julia» nach «King Arthur» das nächste Grossprojekt vor. Für die Inszenierung konnte Veit Schubert vom Berliner Ensemble, einer der führenden deutschen Regisseure, gewonnen werden. «Da die beiden Liebenden durch andere Personen gestört werden, braucht es ein vergrössertes Ensemble.»

Katharina Rupp freut sich besonders auf die vielen Fechtszenen im Klassiker und konnte dafür Klaus Figge, den renommiertesten Fechtchoreographen des deutschsprachigen Theaters, gewinnen. Um dieses Leuchtturm-Projekt zu finanzieren, werden Sponsoren gesucht. Ab 50 Franken bis ohne Begrenzung nach oben ist man somit Teil der Produktion.

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