Vor zwei Jahren beendete Fabiana von Arx ihre Ausbildung zum Master in Advanced Studies an der Hochschule der Künste in Zürich mit der mit «Knieverletzungen im klassischen Ballett» betitelten Diplomarbeit.

«Dieses Studium, das mir viel Pädagogik vor allem auch für die Früherziehung vermittelte, gab wichtige Einblicke in anatomische Probleme», sagt von Arx. Sie habe sich mit Fehlstellungen beschäftigt und werde, wie bereits begonnen, Fortbildungen etwa in der Spiraldynamik besuchen.

Der Anfang bei Barbara Bernard

Aber der Tanz stehe natürlich eindeutig im Vordergrund. Denn nach ihrer langen Ballett-Laufbahn, die sie ins deutsche Hagen, dann für neun Spielzeiten an das alle-Sparten-Theater nach Halle an der Saale führte, will sich Fabiana von Arx mit Liebe und Leidenschaft der Lehrtätigkeit widmen.

2012 wurde sie bereits mit dem Kantonalen Kulturpreis für Klassischen Tanz ausgezeichnet. Begonnen hatte sie ihre Ausbildung bei der hiesigen Ballettlehrerin Barbara Bernard. «Ich bin sehr dankbar, dass mir hier solide Grundlagen und die Motivation für meinen späteren Berufsweg vermittelt wurden», erinnert sich Fabiana von Arx.

Nach ihrer professionellen Ausbildung an der Ballettschule Zürich studierte sie weiter in Kiew, Brünn und Budapest. Den ersten grossen Sprung in die Ferne ermöglichte ihr einen Gastvertrag nach Santiago de Chile. Sprachlich hatte die Tänzerin dort kaum Probleme. Denn die lateinischen Sprachen liegen ihr sozusagen im Blut. Geboren wurde sie nämlich in Brasilien und kam als Kleinkind – adoptiert von der Solothurner Familie von Arx – in die Schweiz, wo die besondere Musikalität, Beweglichkeit und Ausstrahlung des Mädchens erkannt und gefördert wurden.

Bühnenluft schnuppern

Starten kann Fabiana von Arx bereits mit 80 Schülerinnen und Schülern, darunter sogar ein junger Eisläufer, die sie gegenwärtig in wöchentlich 13 Lektionen unterrichtet. «In meinem eigenen Reich kann ich ab sofort beliebig viele Gruppenteilungen vornehmen, um noch gezielter arbeiten zu können», freut sie sich. Neben den vielen Kindern, die sie ab vier Jahren mit spielerischem Beginn aufnimmt, findet die «Mütter-Klasse» am Mittwochmorgen grosse Resonanz.

Für ihre Nachwuchsarbeit sei hilfreich, dass sie selber Mutter eines Sohnes ist, sagt sie. Wenn der tänzerische Aufbau ihrer Ballett-Anfänger es zulässt, plant sie fürs kommende Jahr eine Vorführung, «damit alle mal Bühnenluft schnuppern können». Auch die Teilnahme an Wettbewerben wie dem «Prix de Solheure» ziehe sie in Betracht, wenn ein sicherer Ausbildungsstand erreicht sei.

Tag der offenen Tür im Ballettstudio
Fabiana an der Benedikt-Hugi-Strasse 16 am Samstag, 31. August, ab 10 Uhr.