Es duftet gut in den Gängen des Kapuzinerklosters. Wo früher schon die Mönche mit ihrer Suppenküche den Bedürftigen halfen, findet heute das Rösti-Essen der Perspektive Solothurn statt. Beim Sponsoringanlass isst man für 28 Franken eine Portion Rösti – alles für einen guten Zweck.

Denn ein Menü Kapuzinerkloster finanziert vier Mahlzeiten der Gassenküche. «Die Gratis-Mahlzeiten setzen wir als Motivationsspritzen ein. Sie werden als Bon an die Tagelöhner ausgegeben. Leute, die mit wenig oder keinem Geld leben, schätzen unsere Hilfe», erklärt Karin Stoop.

Die Geschäftsleiterin der Perspektive Solothurn ist zufrieden mit dem Sponsoringevent. «Ich bin positiv überrascht worden. Trotz warmem Wetter und gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen in der Stadt konnten wir rund 350 Rösti verkaufen.» So habe man der Gassenküche 1400 Menüs finanziert, eineinhalb Mal mehr als im Vorjahr.

Angeleitet von Mitorganisator Urs Bucher vom Kreuz Kriegstetten bereitete das Küchenteam die Mahlzeiten zu. «Die 500 Kilogramm Kartoffeln erhielten wir geschenkt von Stefan und Ursula Schwaller aus Recherswil. Eine super Geste!», so Bucher, der bereits seit Jahren beim Sponsoringevent hilft.

«Früher fand das Rösti-Essen an der Herbstmesse Solothurn statt», erklärt er. «Im Kapuzinerkloster, wo früher auch eine Suppenküche war, stimmt es.»

Zahlreiche freiwillige Helfer

«Zur Mittagszeit herrschte hier reges Treiben», sagt Stoop. Im Hintergrund, sprich in der Küche und beim Abwaschen, half das Team der Perspektive Solothurn, rund 25 Leute. Im Service waren Politiker und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im Einsatz. Die Arbeitszeiten der Helfer teilte man in zwei Schichten.

Auch in der zweiten, etwas ruhigeren Schicht gab es viel zu tun: «Man rennt je nachdem schon. Doch die Gassenküche und die Perspektive sind unterstützenswerte Organisationen», so die beiden Grünen Brigit Wyss und Barbara Flück-Wyss.

Die Gemeinde- und Kantonsrätin waren schon in Vorjahren im Einsatz. Auch Organisatorin Karin Stoop ist mit den prominenten Gästen zufrieden. «Wir sind froh für die Helfer. Die Prominenten haben es gut gemacht. Hätten sie keine Arbeit mehr, könnten sie sicher im Service arbeiten.»