Der September ist ein eher «langweiliger» Wettermonat: Die Sommergewitter sind Geschichte, für Herbststürme ist es noch zu früh, und an Schnee mag man schon gar nicht denken. Mit einer Durchschnittstemperatur von 13,5 Grad zerriss der Monat in Sachen Wärme keine Stricke, er blieb im langjährigen Mittel. Einmal mehr regnete es mit knapp 30 Litern pro Quadratmeter in Solothurn und 48,4 Litern im Wallierhof Riedholz viel zu wenig – 96 Liter, genau das Doppelte, wären dort die Norm der letzten sechs Jahre. So liess die Anfang Monat noch überall in der Region feststellbare, ausserordentliche «Steinpilzschwemme» in den Wäldern ab Mitte Monat rasch nach.

Kühler HESO-Start

Die erste Monatshälfte war klar die wärmere, zumal bis am 6. September eitel Sonnenschein herrschte. Es folgten vier eher feuchte Tage, die einige Liter Wasser brachten. Am Sonntag, 12. September, endete eine dreitägige Zwischenhochphase mit einem «Schmalspur-Gewitter», das vor allem durch Sturmböen auffiel. Es handelte sich dabei um eine sehr ähnliche Situation wie exakt zwei Monate zuvor, als Solothurn ins «Sandwich» zweier Gewitterfronten im Süden und im Jura geraten war. Nur kam es dieses Mal zu keinen nennenswerten Sturmschäden. So fielen an diesem Tag im Wallierhof über 13 Liter Regen, in Solothurn nur gerade 2. Auch wenn die Nächte nun deutlich im einstelligen Temperaturbereich lagen, wurden tagsüber locker 17, 18 Grad erreicht, und eine ganze Woche lang blieb es trocken.

Ausgerechnet auf den HESO-Start hin erwischte eine Kaltfront Solothurn, brachte 10 Liter Regen pro Quadratmeter und vor allem einige sehr kühle Tage. So sank das Thermometer am frühen Morgen des 27. September fast in den Frostbereich, ehe sich der Altweibersommer auf das Monatsende nochmals aufrappelte. Mit Föhnunterstützung in den Alpen bleibt es nun bis am Wochenende sehr mild und meist sonnig.