HESO Sonderschau
Mit der IP Suisse unterm Zelt in die Natur eintauchen

Die IP Suisse zeigt an ihrer Sonderschau an der HESO was integrierte Produktion bedeutet. Dazu setzt sie auf einen «Erlebnischarakter für alle Sinne».

Andreas Kaufmann
Drucken
Teilen
Sonderschau IP Suisse
15 Bilder
Die aufwendig inszenierte Ackerlandschaft
Die aufwendig inszenierte Ackerlandschaft
Die aufwendig inszenierte Ackerlandschaft
Audiovisuelles Entdecken in der adaptierten Ausstellung der Vogelwarte
Anliegen von IP Suisse - Pflanzenschutzmittel gegen den Kartoffelkäfer soll nicht die Bienen schädigen
Auch die Fleischproduktion steht im Fokus von IP Suisse
Auch die Biene steht in Symbiose zum Landwirt
Spielerisch die nachhaltige Landwirtschaft entdecken
Selbst mosten - an der Sonderschau der IP Suisse ist das möglich (2)
Die Feldlerche als Symbol für die schützenswerte Artenvielfalkt
Selbst mosten - an der Sonderschau der IP Suisse ist das möglich (1)
Eine Kulisse wie in einem Freilichtspiel
In vom Bauern drapierten Holzhaufen steckt Lebensraum für Reptilien wie Blindschleichen
Selber Mehl mahlen, auch das ist möglich an der Sonderschau

Sonderschau IP Suisse

Andreas Kaufmann

Zuerst im Weizenfeld wandeln, vorbei an Sonnenblumen, dann den Kuhstall durchqueren, weiter im Vogelflug über Felder gleiten und zum Abschluss vor der pittoresken Kulisse eines Bauernhofes landen, wo man die Früchte der Erde verkosten kann.

Erlebnischarakter für alle Sinne hat der landwirtschaftliche Mikrokosmos der diesjährigen Sonderschau an der Herbstmesse allemal in sich. Doch auch handfeste Fakten, die der Konsument im täglichen Dschungel der Verkaufsregale kaum durchblickt, erhalten Klein und Gross unter dem Messezelt auf Plakaten, sowie spielerisch oder audiovisuell serviert.

Heuer zu Gast ist IP Suisse, die Vereinigung mit rund 20'000 Schweizer Landwirtschaftsbetrieben, die sich der integrierten Produktion (IP) verschrieben hat.
Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Wie ist mein Essen hergestellt, wenn es aus integrierter Produktion stammt? Diese und andere Fragen lassen sich schmeckend, riechend, sehend und hörend ergründen.

Fokus: Artenvielfalt

Mirjam Lüthi ist Projektleiterin bei IP Suisse und betont auf dem Rundgang die Schwerpunkte: «Im Vordergrund stehen Tierwohl und Artenvielfalt.» Nicht zuletzt deshalb wurde zur Sonderschau die Devise «Unsere Produkte haben einen Vogel» lanciert: Die Feldlerche gilt dabei als Exempel und Markenzeichen für das Ziel, die Artenvielfalt zu bewahren, indem IP-Bauern beispielsweise in ihren Getreide-, Mais, Raps- oder Sonnenblumenfeldern gezielt Flächen (so genannte Patches) anlegen, um Lebensraum für die Vögel zu schaffen.

In einem adaptierten Ausstellungsbereich der Vogelwarte Sempach geht die Sonderschau solchen Fragen auf den Grund: Was macht der Bauer sonst für die Förderung der Artenvielfalt? Und wie kommt es ihm zugute? Raubvögel erweisen sich als Mäusejäger, währenddem Schwalben den Mücken nachsetzen.

Ergänzend kann man sich hier mit Aug und Ohr auf eine ornithologische Entdeckungsreise begeben und beispielsweise Vogelgesängen lauschen.

Verantwortlich für die Gestaltung der Sonderschau ist das hiesige Atelier Herzog: «Wir schicken die Leute auf dem Weg in die Natur und zeigen auf, wie nachhaltig produziert wird», sagt dazu Liliane Herzog.

«Wir wollen den Besuchern das Herz öffnen», sagt die passionierte Messegestalterin. Und so gelangt der Besucher mit einem Ambiente à la Ballenberg zum Finale der Sonderschau. Hier warten weitere Angebote zum Anfassen und Mitmachen: Es lässt sich Mehl mahlen und Most herstellen, während die Kleinen Vogelmasken basteln.

Austauschen lässt es sich mit kulinarischer Beigabe im Chäfer-Beizli des Solothurnischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Ebenfalls als Sonderschau-Partner dabei sind der Solothurner Bauernverband, das Konglomerat Naturel der IP-Bäckereien, der Wallierhof, der Kanton Solothurn und Swisslos.

Die Migros als Hauptabnehmerin von IP-Produkten hat mit ihrem «New Talents»-Programm ebenso einen Auftritt: Sie wirbt für Lehrberufe. «Damit ist die Sonderschau bis zuletzt der Nachhaltigkeit gewidmet», so Lüthi.

Aktuelle Nachrichten