Bilanz
Mit dem August geht für Solothurn ein Top-Sommer zu Ende

Ein sonniger, trockener August rundete den Bilderbuchsommer 2015 ab. Die Temperaturen kletterten hoch - die Niederschlagsmenge blieb klein. An den «Jahrtausendsommer» 2003 kam er allerdings nicht heran. Wie sind die Aussichten für den Herbst?

Wolfgang Wagmann
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Jetzt hat es sich in der Aare wohl ausgeplanscht.

Jetzt hat es sich in der Aare wohl ausgeplanscht.

Wolfgang Wagmann

Mit 20,3 Grad im Monatsmittel lag der August 2015 zwar zwei Grad über dem langjährigen Mittel und pushte den Durchschnitt der drei Sommermonate auf stolze 21,3 Grad. Doch damit fehlen immer noch 1,7 Grad zum heissesten aller Sommer, 2003. Den Unterschied machte damals der Juni, der als wärmster Monat 23,7 Grad beisteuerte. Zum Vergleich: Heuer schnitt der Juni mit 19,6 Grad zwar wärmer ab als üblich, blieb aber weit unter dem 03er-Wert.

Mit 51 Litern Regen pro Quadratmeter erreichte die Niederschlagsmenge zwar auch im August nicht einmal die Hälfte des langjährigen Mittels. Dies akzentuierte zwar die Trockenheit vom noch regenärmeren Juli herrührend und führte zu einem Feuerverbot weit in den August hinein. Aber die Situation war weit weniger dramatisch als 2003: Der erklecklich heissere Sommer war damals auf Winter- und Frühlingsmonate gefolgt, die bereits sehr regenarm gewesen waren. Diesmal brachten der Mai und der Juni wenigsten genug Nässe in die folgende, wochenlange Dürreperiode mit.

Beim Böllern begossen

Ausgerechnet der August startete feucht – die 10 Liter Regen am Nationalfeiertag rechtfertigten halbwegs die Erlaubnis zum Böllern, das allerdings genau in den frühen Nachtstunden gründlich angefeuchtet wurde. Der Sommer rappelte sich jedoch sofort wieder auf, und vom 6. bis am 8. August setzte es bereits die nächste Hitzewelle mit Tagesmaxima von bis zu 33 Grad ab. Drei Tage lang war es dann wolkig bei leicht gedämpften Temperaturen, bei weiterhin sehr warmen Nächten. Wieder waren die 30 Grad tagelang das Thema, ehe auf die Monatsmitte hin eine Zäsur folgte.

Denn auch das dritte Augustwochenende mit Maria Himmelfahrt zeigte sich von der eher trüben und leicht feuchten Seite. Bis am 21. August blieb es auch relativ kühl, aber sonnig. Ausgesprochen nass und grau präsentierte sich der Montag, 24. August, als einziger richtiger Regentag des Monats. Doch diese Mini-Krise bewältigte der Sommer 2015 mit links und bescherte allen Badi- und Aarefans nochmals vier sonnige Hitzetage mit Tropennächten. Der letzte Eindruck ist immer der bleibende, und damit war dieser Sommer auch gefühlt top - 2003 hatten Hitze und Sonne schon am 28. August geendet.

Der Herbst lässt grüssen

Pünktlich auf den kalendarischen Herbstbeginn hat sich die Grosswetterlage grundlegend umgestellt, es wird nun wechselhaft und deutlich kühler bleiben. Doch könnte es durchaus – wie übrigens auch 2003 – einen goldenen, trockenen September geben. Denn auch in den nächsten Tagen fällt wenig Regen, und in der kommenden Woche scheint sich Hochdruck durchzusetzen. Schlechte Aussichten allerdings für alle, die gerne Pilze sammeln...

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