Solothurn
Mit Aktenkoffer in einer leeren Stadt: Eine persönliche Stadtführung mit Kurt Fluri

Kurt Fluri nahm die SRF-Sendung Glanz&Gloria mit auf eine Stadtführung durch Solothurn. So zeigte er die alte Spitalapotheke oder erzählte von seiner Jugend, als er in einer Studentenverbindung beim Restaurant Egge 14 die Stadt unsicher machte.

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Hier zeigt Stadtpräsident Kurt Fluri den Ort, wo im Untergrund der Stadtmist zu finden ist.

Hier zeigt Stadtpräsident Kurt Fluri den Ort, wo im Untergrund der Stadtmist zu finden ist.

Screenshot SRF

«Glanz&Gloria» porträtiert Stadtpräsidenten. Am Mittwoch war Kurt Fluri dran, der seit 25 Jahren als Solothurns Stadtpräsident amtet.

Der Beitrag ist in Abschnitte geteilt, immer dabei: Fluris Aktenkoffer.

«Mein Geheimtipp»

Der erste Besuch gilt der alten Spitalapotheke im Schwesternhaus des Bürgerspitals. «Hier ist alles noch original», erzählt Fluri. Schwester Adelheid von der Spitalschwestern-Gemeinschaft Solothurn führt das Kamerateam von SRF plus den Stadtpräsidenten herum. Sie zeigt auch den Krug, in dem den Patienten auf Wunsch früher ein Mass Wein ausgeschenkt worden war.

«Meine Stadtheldin»

Märet ist zwar gerade nicht, aber Fluri trifft sich mit Astrid Weber von der IG Märet auf dem Märetplatz. «Die Mitglieder von IG Märet organisieren den Märet im Detail, sprechen sich bei Platzproblemen ab und lösen Probleme.» Beim Märet würde es nicht nur ums Einkaufen gehen, so Fluri. «Das ist auch ein gesellschaftlicher Treffpunkt.»

«Mein Geheimtipp»

Hier nennt er das Restaurant Egge 14 am Friedhofplatz, das Stammlokal seiner Studentenverbindung. «Viele Erinnerungen aus meiner Jugend haben eine Verbindung mit diesem Ort», so Kurt Fluri. Man habe damals Sachen gemacht, an denen er heute als Behördenmitglied keine Freude hätte. Wie Singen zum Beispiel.

«Mein Sorgenkind»

Mit Aktenkoffer und im Anzug läuft der Stadtpräsident dann auch noch über die grüne Wiese in der Weststadt, unter der sich die städtische Abfalldeponie befindet. Fluri betont, dass nur eine gänzliche Entfernung des Stadtmists die Lösung sei – im Gegensatz zum Bund, der sich für eine Teilsanierung ausgesprochen habe.

«Mein Glücksmoment»

Der letzte Stopp wird in der christkatholischen Franziskanerkirche eingelegt. Diese hat eine grosse Bedeutung für die Familie Fluri. «Alle meine Kinder wurden hier getauft», so Fluri.

Ein fast sechs minütiger Beitrag über Solothurn und praktisch keine Menschen sind darauf zu sehen. Wieso so trostlos? Wie es bei Kurt Fluri auf Anfrage heisst, habe er den Landhausquai und die Hafebar als Drehort vorgeschlagen. Die Leute vom Fernsehen hätten dies aber nicht gewollt. Zudem musste er die Aktentasche überall mitnehmen. (ldu)

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