Solothurn
Mireille legt mit ihrem Denk-Impuls für Kurt Fluri vor

In der Franziskanerkirche wird das Zehn-Jahr-Jubiläum der Sternschnuppen gefeiert. Das sind Anlässe jeweils an Adventsfreitagen, die Denkimpulse geben und musikalische Darbietungen bieten.

Morena Adimari
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Mireille Fluri an der Jugendsternschnuppe: Ein junger Denkimpuls über «Unsere Zukunft».Michel Lüthi

Mireille Fluri an der Jugendsternschnuppe: Ein junger Denkimpuls über «Unsere Zukunft».Michel Lüthi

Michel Luethi

Seit nun zehn Jahren finden in der christkatholischen Franziskanerkirche die Sternschnuppen statt. Klaus Wloemer, Pfarrer, lernte dieses Projekt in Zürich kennen: An drei Adventsfreitagen wird mittags ein Denkimpuls angeregt und es wird professionell Musik gespielt. Seit 2006 werden jährlich Redner und Musiker eingeladen, um über allgemeine gesellschaftliche oder philosophisch-religiöse Themen zu berichten und zu musizieren.

Dieses Jahr präsentierte Ivo Kummer bereits einen Denkimpuls. Sternschnuppen gibt es nun in der ganzen Schweiz, aber nur in Solothurn findet seit 2012 jeweils eine Jugendsternschnuppe statt. In der mittleren der drei Sternschnuppen wird der Denkimpuls von einem Jugendlichen oder einer Jugendlichen geleitet. Dieses Jahr berichtete Mireille Fluri (19) über das Thema: «Unsere Zukunft – rosa-rot oder schwarz-grau».

«Die Zukunft hat eine Mischfarbe»

Die Franziskanerkirche füllt sich allmählich mit überwiegend älteren Besuchern, rund 70 Personen sind anwesend. «Wir kommen jedes Jahr, es ist sehr interessant und vor allem die Jungendsternschnuppen sollten unterstützt werden», berichtet ein anwesendes Rentnerehepaar.

Klaus Wloemer gibt den Auftakt zur zweiten Sternschnuppe, und dann beginnt die Veranstaltung musikalisch: Das Querflötenensemble der Musikschule Solothurn (Livia Flury, Maurizio Iengo, Anouc Klossner, Elad Ryser; Leitung: Daniela Laubscher) spielt zur Einstimmung zwei Lieder. Darauf offenbart Mireille Fluri ihre Überlegungen zum Thema Zukunft: «Die Zukunft ist eine Mischung aus verschiedenen Farben. Farben lassen sich stets anpassen und mischen», erklärt sie.

Es könne nicht eindeutig bestimmt werden, ob es eher ins Schwarz-Graue oder ins Rosa-Rote tendiere. Nach ihren philosophischen Überlegungen zum Thema erklingt wieder Querflöten-Musik als krönender Abschluss vor dem gemeinsamen «Vater Unser»-Gebet.

Zwei Generationen: Ein Thema

Die regelmässige Kirchengängerin sowie Religionswissenschaften- und Geschichtsstudentin wurde direkt von Pfarrer Wloemer angefragt für eine Jugendsternschnuppe. «Ich wünsche mir, dass die Jugendsternschnuppen den Generationswechsel packen», erklärt sie. Wloemer zeigt sich begeistert, die Sternschnuppen gehören zum Advent und seien ein Bedürfnis, erklärt er. Speziell die Jugendsternschnuppen zeigen, dass «sich junge Menschen tiefgründige Gedanken machen», sagt er. Anwesend ist auch Kurt Fluri, der nächste Woche einen Denk-Impuls äussern wird. «Gerne mache bei diesem besinnlichen Ereignis mit», so der Stadtpräsident.

Wloemer warnte Kurt Fluri: Die Messlatte sei von Mireille hoch gesetzt worden. Nächste Woche wird nun Kurt Fluri – eine ältere Generation – über dasselbe Thema berichten und vielleicht andere Akzente setzen.

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