Der Mieterinnen- und Mieterverband Solothurn und Umgebung ist zurzeit nicht auf Rosen gebettet. Die sinkenden Einnahmen haben den Verein bereits im letzten Jahr gezwungen, die Büroräumlichkeiten an die Steingrubenstrasse 1 zu verlegen. Dank des günstigeren Mietzinses konnte die finanzielle Lage entschärft werden, was sich allerdings in der Jahresrechnung für das Jahr 2018 noch nicht niedergeschlagen hat.

Diese schliesst mit einem Minus von 10'824 Franken und lässt das Eigenkapital auf 16'649 Franken schrumpfen. Nebst dem abgenommenen Mitgliederbestand von 1365 auf 1250, den von 373 auf 272 gesunkenen Beratungen und den Wohnungsabnahmen, die innerhalb von vier Jahren von 88 auf 52 zurückgingen, sorgten auch die Umzugskosten für das unerfreuliche Ergebnis.

Mietzinssenkungen kaum Thema

Noch ungünstiger sieht es bei den Beratungen zur Mietzinssenkung aus. Liessen sich 2017 noch 48 Personen zu diesem Thema beraten, waren es letztes Jahr bloss noch vier. Einen möglichen Grund sieht der Vorstand darin, dass der Mietzins zurzeit kein grosses Thema ist. Trotz der angenehmen Situation erinnerte die Präsidentin daran, dass der hypothekarische Referenzzinssatz für die Anpassung der Mieten das letzte Mal im Juni 2017 gesenkt wurde und seither auf 1,5 Prozent verharrt. «Sollten sie von ihrem Vermieter noch keine Mietzinssenkung verlangt haben, ist es Zeit, dies umgehend zu tun», riet die Vereinspräsidentin den rund 30 anwesenden Mitgliedern. Der Schweizerische Mieterverband stelle für die Berechnung des Anspruches auf seiner Homepage einen Mietzinsrechner zur Verfügung, so Gaetani.

Um neue Mitglieder zu werben und die Leute von den Dienstleistungen des Verbandes zu überzeugen, kündigte die Präsidentin für den 14. September eine dringend nötige Werbeaktion auf dem Samstagsmäret an. Zudem will die Solothurner Sektion beim Kantonalen Mieterverband vorstellig werden und diesen unter anderem anhalten, in Sachen Werbung aktiver zu werden.

Gaetani erinnerte auch daran, dass der Solothurner Verband seit einem Jahr auf Facebook anzutreffen ist, was sehr hilfreich sei, vor allem, wenn es darum gehe, den Verband bekannter zu machen und neue Mitglieder zu werben. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Den Mitgliederbeitrag beliess man bei 70 Franken.