Ein niederschlagsreicher Sommer und regennasse Schultern vieler Outdoor-Gäste haben die Geschäftsleitung des «Solheure» zum Handeln veranlasst: So sollen Gäste im Aussenbereich künftig nicht mehr ganz so exponiert im Regen stehen. Nach Plänen der Betreiber wird das Vordach der Bar in der Länge um 4,5 Meter Richtung Westen wachsen und somit den dortigen Durchgang zum Innenbereich abdecken.

Ebenso soll das Vordach um zehn Zentimeter verbreitert werden. Ein weiterer überdachter Bereich beim «Grill & Chill» wird auch die Bratwürste vom Regen abschirmen. Der Bauplan liegt zurzeit im Stadtbauamt auf.

Dach statt Sonnenschirme

Gabi Hladikova, Co-Geschäftsführerin, begründet das kleinere Bauvorhaben mit grösserer Wirkung: «Wir hatten wettermässig keinen guten Sommer. Oft konnten die Gäste kaum im ‹Schärme› stehen. Neu wirds mehr Platz im Trockenen haben.» Zudem seien sind Dachelemente in die Jahre gekommen: «Vereinzelt ist schon Wasser durchgesickert.» Und bei dieser Gelegenheit wolle man die Fläche unter Dach im Trockenen auch gleich erweitern: «Aber von der Konstruktion des Dachs her wird sich nichts ändern», so Hladikova.

Zusätzlich zur Dachverlängerung wird neu auch der Grill-Bereich auf einer Fläche von 8 mal 5 Metern überdacht sein. Dort haben sich laut Geschäftsführung auch die Sonnenschirme nicht als optimale Lösung herausgestellt.

Etwas früher als sonst, nämlich nach der Fasnacht, verschwindet das Fumoir-Häuschen als Winter-Refugium für Raucher. So stehen weitere Arbeiten im Aussenbereich an: Neben den Dachbauten erhält nämlich auch der Unterboden eine Erneuerung. Im April wird der Aussenbereich für den Sommer hergerichtet.

«Veränderungen sind vertretbar»

Zweifellos ist die Stadtsilhouette ein zu kostbares Gut, als dass man zu starke Eingriffe leichtfertig hinnehmen kann. Im vorliegenden Fall zeigt sich aber auch die unter anderem zuständige Behörde, namentlich die Kommission für Altstadt- und Denkmalfragen, gnädig: «Wir sprechen hier von der Schokoladenseite von Solothurn, zu der wir Sorge tragen», sagt Kommissionspräsidentin Jacqueline Heim: «Doch die geplanten Veränderungen sind vertretbar, zumal sie saisonal beschränkt sind.»

Auch sie betont den Stellenwert dieses gefragten Begegnungsortes. Und nicht zuletzt durch die Gartenumgestaltung werde auch Platz frei, was das Passieren des dortigen Uferwegs erleichtern soll.