Garderobenpavillon

Mehr Platz für den Solothurner Fussballnachwuchs

Der neue Garderobenpavillon für die Junioren des FC Solothurns wurde am Donnerstag feierlich übergeben.

«Dazwischen liegen Welten», sagt Samuel Scheidegger, Präsident des FC Solothurn, und vergleicht damit die frühere mit der heutigen Garderobensituation für «seine» Fussballjunioren. Seit rund einem Monat ist der neue Garderobenpavillon auf dem Stadionareal in Betrieb: sieben grosszügig bemessene Garderobenräume mit je einem angehängten Duschraum. Als Kontrastprogramm gewährt Scheidegger einen Blick in die alten, beengten, düsteren und schlecht belüfteten Räumlichkeiten im Haupttrakt.

Die zusätzlichen Garderobenbaracken im Nordwesten des Areals stehen bereits nicht mehr. «Ideale Voraussetzungen für einen optimalen Trainings- und Wettkampfbetrieb» schreibt dazu die Stadt Solothurn, die den Abbruch und Neubau bereits schon lange auf der Pendenzenliste hatte.

«Froh um Realisierung»

Anlässlich einer kleinen Feier mit Stadtvertretern, der Bauleitung und Nutzern wurde der Bau am Donnerstag eingeweiht und von der Stadt als Bauherrin und Auftraggeberin an den FC Solothurn übergeben. «Wir hatten das Projekt im Finanzplan und sind froh um die Realisierung», verdeutlichte Stadtpräsident Kurt Fluri während der Übergabe des Gebäudes: Er hob die Bedeutung des FC Solothurns vor, weit übers Sportliche hinausreicht auf gesellschaftliche Funktionen wie Integration und Gesundheitsförderung – «als Kitt in der Gesellschaft», so Fluri.

Hybridbau aus Beton und Holz

Im Dezember 2017 hatte die Gemeindeversammlung die Investitionskosten von 1,7 Mio. Franken für den Rückbau der Baracken von 1972 sowie den Neubau eines zweigeschossigen Garderobenpavillons beschlossen. «Es handelt sich um einen Hybridbau aus Beton und Holz mit einer so genannten Rheinzink-Fassade», erklärt vor Ort Urs Gygax. Er erinnert sich als Bauleiter seitens des beauftragten Bellacher Totalunternehmens Späti AG an den Bauprozess und an seine Herausforderungen. «Der Baugrund besteht aus Lehm, was nicht einfach ist. Ausserdem war die Vorgabe, das Projekt in kurzer Zeit abzuschliessen.

Und so dauerte es nach ersten Abbrucharbeiten im August 2018 acht Monate bis zur Fertigstellung. Zeitlich blieb man damit auf Kurs. Und auch finanziell: «Wir werden das projektierte Kostendach sogar leicht unterschreiten», informiert Lukas Reichmuth, Chef Hochbau beim Stadtbauamt. Die sieben Garderobenräume mit Duschen werden ergänzt durch mehrere WCs sowie einen Putz- und einen Technikraum.

Nur positive Resonanzen der Nutzer

Langfristig sei vorgesehen, dass die heimischen Mannschaften im Obergeschoss untergebracht werden und die Gastspieler unten, sagt Ronald Vetter, Nachwuchschef beim FC Solothurn. Hört er sich bei seinen Schützlingen um, vernimmt er nur Positives über den Neubau. «Wir haben zwar nicht mehr Garderobenräume, aber dafür viel grössere.»

Und besonders für ihn von Bedeutung: In jedem der sieben Räume befindet sich eine Magnetwand für die taktische Planung oder Nachbesprechung der Spiele. So sind die Juniorenmannschaften – gleich in zweierlei Hinsicht – für ihre sportliche Zukunft bestens ausgerüstet.

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