Badi-Bilanz
Mehr als 137 000 Gäste genossen den Sommer in der Solothurner Badi

Das Budget wurde übertroffen: Rund 137 000 Gäste haben sich in diesem Sommer in der Solothurner Badi erfrischt. Trotzdem reichen die Zahlen nicht an das Resultat aus dem Jahrhundertsommer 2003 heran.

Wolfgang Wagmann
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Kein seltenes Bild 2013: Badegäste auf der Liegewiese.

Kein seltenes Bild 2013: Badegäste auf der Liegewiese.

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Es ist eine wunderbare Saison gewesen.» Und auch die 31., letzte für Chefbadmeister Alex Inglin. Die Jahre seien nur so dahingeflogen, «unser Job ist eben sehr abwechslungsreich. Wobei der Sommer bei uns nur vier Monate dauert, und einer davon ist schlecht.» Bald wird Inglin noch den Winter über zusammen mit seinen Badmeister-Kollegen in seiner Zweitfunktion, der Heizungskontrolle, tätig sein. Dann im Mai ist Schluss. Wenn die neue Badesaison beginnt.

«Wir hatten auch diese Saison nur einige Bagatellverletzungen. Und ein Mann erlitt in der Aare einen Schwächanfall.» Aber einen Todesfall habe es in den ganzen 31 Jahren nie gegeben. Fast ein kleines Wunder, angesichts von geschätzten 4 Mio. Badegästen in dieser Zeit. «Aber wir schauen gut zu den Leuten», verweist Inglin auf die dank einem neuen Badmeister nochmals ausgebaute Bade-Aufsicht speziell entlang der Aare. «Und die neuen Notrufsäulen haben zusätzlich Sicherheit vermittelt.»

Sicher das Budget übertroffen

Auch in Zahlen ist die «wunderbare Saison» fassbar. Bis Mitte Woche hatten rund 137 000 Gäste das Badi-Drehkreuz passiert, das sind 7500 mehr als im Vorjahr. Und verglichen mit den 42 000 des Freibads Zuchwil eine ganze Menge. «Mit 2003 lässt sich das Resultat allerdings nicht vergleichen», betont Alex Inglin, «damals hatten wir schon im Juni 90 000 Eintritte. Und diesmal waren es nach dem kaum existenten Mai nur 27 500 - also bloss ein Drittel von damals.

Am Samstag ist Schluss

Diesen Samstag um 19 Uhr schliesst das Freibad seine Saison ab. Die Badmeister bitten alle Besucher, die Schlüssel zu Kabinen und Kleiderkästchen bis spätestens Samstag um 19 Uhr an der Schwimmbadkasse abzugeben, ansonsten das Depot verfällt. Über in Kabinen und Kästchen zurückgelassene, nicht abgeholte persönliche Gegenstände wird nach Gutdünken verfügt. Wertgegenstände werden nach der Schliessung des Bades dem Fundbüro der Stadtpolizei übergeben. Abonnemente müssen nicht retourniert werden. Diese können in der Saison 2014 wieder erneuert werden. Ab Dienstag, 17. September, wird das Hallenbad an der Pädagogischen Hochschule wie folgt wieder geöffnet sein: Di/Do, 18–21 Uhr; Sa, 9–18 Uhr; So, 9–17 Uhr. Infos: www.hallenbad-solothurn.ch (egs)

Zwar machten der Juli mit knapp 60 000 und der August mit 41 000 Badi-Freaks einiges wett, «doch fehlten uns diesmal die absoluten Spitzentage mit über 4000 Eintritten pro Tag. Letztes Jahr gabs am Spitzentag 5380 Badegäste.» Insbesondere der Juli habe «so lange schönes Badewetter hintereinander wie seit Jahren nicht mehr» gebracht, verweist der Chefbadmeister auf eine ganze Woche mit einem Tagesdurchschnitt von rund 3500 Badi-Gästen. «Jedenfalls haben wir auch finanziell punkto Eintritte das Budget übertroffen.»

Auch abends gefragt

Nach anfänglichem Hadern mit dem Wetter sei auch für Badi-Wirt Erst Schär die Rechnung aufgegangen. Ebenfalls ein Kennzeichen dieser «wunderbaren Saison»: Im Hochsommer wurde von der Möglichkeit, auch noch nach 20 Uhr in der Badi bleiben zu können, rege Gebrauch gemacht. Alex Inglin: «Im Juni konnten wir nur sechsmal länger offen halten, im Juli dann ganze 23 Mal. Im August wirds dann rasch einmal zu dunkel, in diesem Monat macht das Ganze nur bis Ende der Sommerferien Sinn.»

Dabei seien die Leute jeweils gegen 20.30 Uhr gegangen, «sie hatten jedoch keinen Stress und konnten jeweils in Ruhe noch ihr persönliches Schwimmprogramm absolvieren.»

Das können sie trotz wenig idealer Bedingungen noch bis und mit Samstag - immerhin weist die Aare weiterhin knapp 20 Grad auf. Und auch ein Chlorgas-Austritt wie in Grenchen kann die Saison in Solothurn nicht abrupt verkürzen: «Wir haben das Problem mit den Chlorgas-Flaschen seit drei Jahren nicht mehr.» Denn in der neuen Desinfektionsanlage würden nur so viele Chlorbriketts aufgelöst, wie gerade gebraucht werden.