Solothurner Wetter
März bot lange nur Sonne pur und zuletzt Sturm

Der März war in der Stadt Solothurn gegenüber dem langjährigen Mittel ein Grad zu warm und auch trotz der finalen Regenfälle zu trocken. Nicht ein einziges Mal schneite es in den tiefen Lagen.

Wolfgang Wagmann (Text und Bild)
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Sie trotzten dem Sturmtief Niklas: die Saatkrähen von Solothurn.

Sie trotzten dem Sturmtief Niklas: die Saatkrähen von Solothurn.

Wolfgang Wagmann

Nur ein Gesicht zeigte der März nicht – obwohl er viele haben kann: das winterliche. Denn nicht ein einziges Mal kam es mehr zu Schneefall in tiefe Lagen. Dies mag auch erklären, warum der Monat mit 6,7 Grad Durchschnittstemperatur zu den wärmeren seiner Sorte in den letzten Jahren zählte. Zwar lagen anfangs März noch Schneereste vom Februar herum, doch bald war dieser Spuk vorbei.

Auf dem Weissenstein hielt sich der kompakte Winterpelz noch das erste Monatsdrittel lang, ab dem 11. März begann der Göiferlätsch ebenfalls auszuapern. Ganz schneefrei wurde die Jurakette jedoch bis Ende Monat nicht. Regen gabs mit 112 Litern pro Quadratmeter im Wallierhof Riedholz etwas zu wenig gegenüber dem langjährigen Mittel, in Solothurn blieb die Gesamtregenmenge mit nur 73,5 Litern dagegen deutlich im Minus.

Tagsüber sonnig, nachts kalt

Ganz schneefrei gings dann doch nicht, denn am 1. März «pflotschte» es nochmals zünftig. Nach fünf Märztagen war es allerdings mit der Feuchtigkeit definitiv vorbei und ein mächtiges Allzeithoch sorgte über Mitteleuropa für eine ganze Serie schöner, sonniger Tage. Vorderhand war auch der Nebel kein Thema mehr, was allerdings für klare, frostige Nächte sorgte. So sank das Thermometer vor allem am 7. und 8. März nochmals unter den Gefrierpunkt.

Am 9. März wurde die 15-Grad-Marke erstmals erreicht, doch dann kühlte es mit Bise und Hochnebelfeldern am Vormittag wieder deutlich ab. Sogar mittags musste man nun mit einstelligen Werten vorliebnehmen. Am 20. März sorgte die partielle Sonnenfinsternis vor dem Mittag für eine ungewöhnliche, leichte Abkühlung. Und tags darauf fiel erstmals seit fast drei Wochen wieder etwas Regen. Nach einem sonnigen, milden Intermezzo setzte sich jedoch definitiv wechselhaftes Westwindwetter durch, das gegen das Monatsende Starkregen und stürmische Winde mit brachte. Sicher Höhepunkt dieser Wetterphase war das Sturmtief Niklas, das am letzten Märzentag in ganz Europa massive Schäden anrichtete, die Region Solothurn aber weitgehend unbehelligt liess.

Vor unterkühlten Ostern

Unter dieser Westdrift wird sich auch das Kar- und Osterwochenende von der kühlen, wechselhaften Seite zeigen. Die gestrigen Graupelschauer könnten sich auf Ostersonntag nochmals wiederholen, ehe es zusehends sonniger und trockener wird. Wunder sind allerdings auch nächste Woche noch keine zu erwarten, da das Kältetief über Osteuropa den Durchbruch eines Englandhochs zu verhindern scheint. Die Folge: wohl eher kühles, labiles Wetter auch in der Region Solothurn.

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