Soloalbum
Markus Brönnimann startet mit neuer CD durch

Im Frühling 2013 kommt das Debüt-Album des Solothurner Musikers und Produzenten Markus «Brö» Brönnimann heraus. Brö will Musik machen, die das Herz erreichen soll.

Carla Stampfli
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Brös Passion ist die Musik.zvg

Brös Passion ist die Musik.zvg

«Auf die grosse Musikbühne möchte ich hin», dachte sich der zwölfjährige Markus Brönnimann, als er bei den Dorfjunioren im Tor stand. Statt zwischen den Goal-Pfosten träumte er davon, zwischen grossen Verstärkern auf der Konzertbühne zu stehen. Gesagt, getan, seine Musikkarriere nahm seinen Lauf. Als 17-Jähriger begann er, die Bühnen Europas zu stürmen. Zuerst im Fahrwasser von AC/DC mit der Metal-Band Killer, später mit der Melodic-Rockband Doubleheart und in den letzten Jahren mit der Mundartgruppe Morgenstern. Er spielte im Vorprogramm von «Motörhead», Lenny Kravitz, Bonnie Tyler und anderen Musikgrössen, begeisterte mit der Fussball-WM-Hymne «Stärne über Amerika» und absolvierte manchen TV-Auftritt.

Neustart mit «So wieni bi»

2010 entschied er sich, mit einer Solokarriere unter dem Namen «Brö», nochmals durchzustarten. «Ich habe die Welt gesehen und vor Zehntausenden Fans gespielt», erklärt Brö. Aber der Wunsch, die Lieder selber schreiben und produzieren zu können, wurde stärker. «Die Band ist ein Kollektiv, wo alle miteinander entscheiden. Es ist schwierig, sich zu entfalten, wie man es gerne möchte.» Wiederum gesagt, wiederum getan. Vor zwei Jahren gab er mit dem Mini-Album «So wieni bi» ein erstes Lebenszeichen, am 21. März 2013 wird sein Debüt-Album «Aues wird guet» erscheinen.

Pudelwohl und kreativ

In den zwei Jahren als Solokünstler hat Brö viel gelernt. «Ich nehme die Songs mit meinen Musikern auf, dann bearbeite ich die Aufnahmen, bis ich zufrieden bin», erklärt er. Ohne Druck von Produzenten oder Plattenfirmen. «Musikstars stehen heute unter Leistungszwang, sie müssen auf der Bühne immer topfit sein, jede CD muss ein Kassenschlager werden, da geht viel Kreativität verloren.» Denn Künstler arbeiten mit Gefühlen, haben kreative Hochs und Tiefs.

Befindet sich Brö in einem Hoch, dann beobachtet er Menschen, notiert Erlebnisse und macht sich daran, einen Text zu schreiben, den er dann in Musik fasst. Auf diese Weise ist auch seine kürzlich erschienene Vorab-Single «Dä Blick i dine Ouge» entstanden. In jedem Lied hört man seine Vergangenheit als Rocker genauso wie die Leidenschaft für schöne Harmonien und leise Töne. Missen tut er die Zeit als Mitglied in einer Band nicht, er fühle sich «relaxed und pudelwohl».

Musikbranche im Umbruch

Während es früher nötig war, Zehntausende CDs zu verkaufen, um die Hitparade zu stürmen, reichen heute dafür ein paar hundert. «Du kannst dich selbst vermarkten, indem du deine Songs und Videos in das Internet stellst. Gefällt es vielen Surfern, kannst du Erfolg haben.» Früher waren Talentscouts auf Konzerten unterwegs, heute suchen «Online-Scouts» nach Nachwuchskünstlern und meistgeklickten Videos: «Der Fördergedanke fällt bei der Musikindustrie weg, alles muss schnell auf den Markt, darf nichts kosten, soll viel einspielen. Er lässt sich von diesem Umbruch nicht beeinflussen, die Freude, seine eigene Musik machen zu können, ist ihm wichtiger als Marketingstrategien. «Ich will, dass meine Musik die Leute im Herzen erreicht, sie soll den Alltag vergessen lassen. Des Geldes wegen habe ich es nie gemacht», erklärt der Musiker. «Im Gegenteil, die Kosten für die erste CD werden viel höher sein als der Ertrag.» Heute bleibt Brö mit den Fans an Konzerten und via Facebook oder E-Mail in Kontakt. Vorbei die Zeiten, in denen Plüschtiere mit Telefonnummern auf die Bühne flogen oder Fanpost den Briefkasten verstopfte.

Eine wichtige Standortbestimmung wird das Erscheinen seines Debüt-Albums «Aues wird guet», das er am 21. März im Vorprogramm von Florian Ast im «Kofmehl» vorstellen wird. «Ich werde mit meiner Band so viele Konzerte wie möglich geben. Dabei kann es durchaus sein, dass meine Lieder den Weg in die Radios finden und eine Plattenfirma bei mir anklopft.» Selbstbewusstsein, Know-how und Durchhaltewillen sind im Showbusiness gefragt. Eigenschaften, die Brö garantiert nicht fehlen.

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