Solothurn
Märetfescht gestartet – Altstadt verwandelt sich in eine einzige Festhütte

Bei schönstem Festwetter wurde am Freitag das Märetfescht lanciert. Bis am Sonntag ist die Solothurner Altstadt eine einzige Festhütte mit 200 Markständen, Bars und Beizli und Bühnen-Bands.

Wolfgang Wagmann
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Die Märetffescht-Welt tut sich auf
16 Bilder
Der Trödlermarkt vor dem Baseltor
Märetfescht Solothurn 2017 – der Freitagnachmittag
Markus Kölliker aus Bellach in seinem Antiquitätenreich
Auch ein krummer Turm in Öl ist zu haben
Warten auf ein neues Zuhause
Zufriedener Testesser beim Hauptgassleist
Die kühle Dusche vor dem Chuchilade ist begehrt
Eine Bar der besonderen Art
Skeptischer Blick von Barbara Künzle zum Dach der Öufi-Bar
Alex Künzle gibt auf dem Märetplatz letzte Anweisungen
Gute Stimmung in der VIP-Lounge der Narrenzunft Honolu
Die Hudibras Chutzen werben im Grossformat für ihre Fischchnusperli am Friedhofplatz
Bunte Märet-Welt
Das Mass aller Dinge
Die Bars sind bereit

Die Märetffescht-Welt tut sich auf

Wolfgang Wagmann

Vieles ist wie immer, einiges ist anders: Vor der schmucken «Couronne» lockt erstmals an einem Märetfescht ein Austernbar, am Märetplatz vorne ist die Bierauswahl grösser als auch schon: So hat Alex Künzle, der dort das neue, grosse Öufi-Zelt und die Bar rund um den Marktplatzbrunnen betreibt, fürs Märetfescht ein spezielles Festbier brauen lassen. «Wir sind bereit, alles steht an seinem Platz, und das Wetter stimmt», konnte denn auch der frischgebackene Märetfescht-OK-Chef Thomas Schnetz am frühen Freitagnachmittag verkünden.

Die ersten Nutzniesser sind immer die «Fressbeizli» und die Trödler im Verbund zwischen St. Ursen und dem Baseltor angesiedelt. «Wir haben jedenfalls über den Mittag schon 130 Spiesse verkauft», freut sich Honolulu-Ober Samuel Hofer über einen gelungenen Start ins Festwochenende, das natürlich seinen ganz grossen Ansturm jeweils am Freitag- und Samstagabend erlebt, zumal das Märetfescht diesmal nicht mit der Bieler Braderie zusammenfällt. Schon fast traditionsgemäss klingt das Fest fröhlich-besinnlich mit dem Gospelgottesdienst am Sonntag um 11 Uhr auf dem Märetplatz aus.

Sorgen der Stadtpolizei

Einige Probleme gab es für die Stadtpolizei bereits am Mittwoch, als eine Pressmulde und Kühlschränke am Klosterplatz zu Reklamationen durch Geschäfte führten. «Wir wollen kein Märetfescht, das schon am Mittwoch anfängt»: meint dazu Stapo-Kommandant Peter Fedeli. Zudem wurden die Festbetriebe angewiesen, nicht etwa schon am Donnerstagabend an der Marschmusikparade zu wirten.

Daran hätten sich die Betreiber gehalten. Ein andres Problem ist für Peter Fedeli jeweils der Wochenmarkt – wollen doch die meisten Marktfahrer heute ihrer gewohnten Verkaufsaktivität nachgehen. «Doch das führt inzwischen zu Sicherheitsproblemen, denn die Marktstände zu den beidseits aufgestellten Festständen verengen die Durchgänge zu sehr.» So werde heute situativ entschieden, wie man den Platz zur grösstmöglichen Zufriedenheit aller ausnützen könne, doch Konfliktpotenzial bleibt «und wir müssen in den nächsten Jahren eine Lösung finden.»

Denn die IG Märet wolle nicht auf ihr Marktrecht verzichten und auch nicht für ein Wochenende ausweichen – beispielsweise in die Vorstadt. Das Märetfescht-OK andrerseits braucht die Einnahmen aus den Standgebühren für ein komplettes Zweitage-Angebot der Standbetreiber.