Solothurn

Märetfescht-OK hat einen neuen Präsidenten

Das Märet-Fescht ist ein beliebter Sommer-Treffpunkt der festfreudigen Solothurnerinnen und Solothurner. Hanspeter Bärtschi

Das Märet-Fescht ist ein beliebter Sommer-Treffpunkt der festfreudigen Solothurnerinnen und Solothurner. Hanspeter Bärtschi

Nach gerade mal drei Jahren an der Spitze des Märet-Fescht-OK gibt Chris van den Broeke den Job an ein bisheriges OK-Mitglied weiter. Thomas Schnetz wird für das nächste grosse Stadtfest am 23./24. Juni 2017 als OK-Chef verantwortlich sein.

Der Grund für den Ausstieg van den Broekes liegt auf der Hand: Der Geschäftsführer des Zunfthauses zu Wirthen hat sich einen weiteren Rucksack umgeschnallt – er übernimmt ab 1. Januar nebenan zusätzlich das Restaurant Bistraito mit seiner grossen Terrasse am Märetplatz als Pächter. «Am Märet-Fescht ist bei uns hier im Zunfthaus eher tote Hose, ganz im Gegensatz zum Winter. Doch jetzt dann mit dem ‹Bistraito› ist die Rolle des OK-Chefs nicht mehr möglich, mein Zeitmanagement lässt das schlicht nicht zu.»

Der neue und der abtretende Präsident: Thomas Schnetz und Chris van der Broecke.

Der neue und der abtretende Präsident: Thomas Schnetz und Chris van der Broecke.

Im Rückblick auf seine drei «Chef-Jahre» meint Chris van den Broeke: «Zuletzt ist das Fest immer sehr friedlich gewesen. Das schwierigste Jahr war sicher das erste gewesen.» Hatte doch der frischgebackene OK-Chef nach der längeren «Ära Marco Lupi» vor allem auf dem Friedhofplatz durchgesetzt, dass sich auch die dortigen Wirte an den Festkosten beteiligen müssen. Allein der Bereich Sicherheit mache inzwischen einen fünfstelligen Betrag aus, meinen van den Broeke wie auch Schnetz.

Die Lücke wird ausgefüllt

Thomas Schnetz hat bisher innerhalb des Märet-Fescht-OK die Bereiche Sicherheit, Sucht und Jugendschutz betreut, Letzteres seit Jahren ein grosses Thema am Sommerstadtfest. «Auch das Kinderspielfest auf dem Zeughausplatz gehörte zu meinen bisherigen Aufgaben», erklärt der an der letzten Generalversammlung gekürte, neue OK-Chef. «Damit geht die Arbeit nahtlos weiter», ist der bisherige OK-Chef van den Broeke überzeugt. Dies vor allem im Rückblick auf den eigenen Amtsantritt vor drei Jahren: Damals hörte das gesamte, seit Jahren erprobte vorherige Team gemeinsam auf. Die Lücke im OK durch van den Broekes Rücktritt kann insofern locker geschlossen werden, als mit Daniel Lopez ein Ersatz gefunden wurde, der den Aufgabenbereich von Thomas Schnetz übernimmt. Komplettiert wird das OK durch die bisherigen Chargierten, die da sind Karin Bähler (Sekretariat), Samuel Eichenberger (Bau), Thomas Burki (Finanzen), Stefan Wigger (Rahmenprogramm, Musik) und Mario Junker (Vizepräsident, Abfall). Nach wie vor wird das seit 1978 existierende Märet-Fescht im Auftrag der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo durchgeführt.

Rad nicht neu erfinden

Grosse Veränderungen soll es im nächsten Juni jedoch durch den Wechsel an der OK-Spitze nicht geben. Thomas Schnetz: «Ein funktionierendes Fest muss man ja nicht neu erfinden. Wir werden an bewährten Programmpunkten festhalten.» Auch sei man sich im OK bewusst, dass «das Märet-Fescht für die Solothurner Vereine sehr wichtig ist». So finanzieren vor allem Fasnachts-Gruppierungen jeweils im Sommer durch den Umsatz am grossen Stadtfest ihre aufwendigen winterlichen Aktivitäten.

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