Märet-Fescht

Märet-Fescht Solothurn: Gassenplausch mit Klang und Schmaus

Ein Wochenende lang in die Geselligkeit eintauchen.

Ein Wochenende lang in die Geselligkeit eintauchen.

«Auch heuer fahren wir die bewährte Schiene», kündigt Marco Lupi vom Organisationskomitee des Märet-Feschts im Hinblick auf das kommende Wochenende an. In fünfter Folge wird nun die logistische «Chrampf»leistung fürs Fest der Feste von einem bewährten Team gemeistert.

«Die Routine macht es angenehm zu arbeiten», so Lupi. Und doch: Ungeachtet aller Routine gibt es unter den rund 180 Ständen Einschnitte, die dem Märet-Fescht-Besucher auffallen werden.

Als erstes wird der Barbetrieb der Handballer des Turnvereins fehlen. Bereits im vergangenen Jahr mussten diese auf den Kreuzackerplatz ausweichen, weil ihr Standort an bester Lage bei der St.-Ursen-Kathedrale wegen Sanierungsarbeiten gesperrt war (und immer noch ist).

Heuer lasse man es beim Handballclub bis auf einen Meeting Point bleiben, bestätigt Gaudenz Oetterli, Verantwortlicher Ressort Medien: «Gerade in den letzten Jahren sind unsere Umsätze zurückgegangen, weil immer mehr ausserstädtische Anbieter hinzukamen.» Hauptsächlich wird der Zapfhahn aber zugedreht, «weil der Standort bei der Treppe einfach nicht zu toppen war.»

Zudem sei der Kontrollpunkt für hereingeschmuggelten Alkohol erst bei der Kreuzackerbrücke, also nach dem Handballer-Barstand. Das Sicherheitsaufgebot am Märet-Fescht werde aber auch ohne diesen bei Jugendlichen sehr beliebten «Hotspot» nicht eingeschränkt, informiert Lupi.

Es soll ein Altstadtfest bleiben

Ob die Treppe für kommende Durchführungen wieder freigegeben wird, weiss auch Lupi nicht, «aber das schauen wir nächstes Jahr an.» Für den Wegfall der Handballer kommt dafür das Beach-Soccer-Event («Beach Style») auf dem Dornacherplatz hinzu. Grundsätzlich sollen aber die Festivitäten nicht weiter in die Vorstadt expandiert werden, so Lupi: «Wir wollen, dass es generell ein Altstadtfest bleibt.»

Abgesehen vom sonntäglichen Gottesdienst, der neu vom Jodlerchörli Zuchwil und nicht mehr durch eine Gospel-Formation musikalisch mitgestaltet wird, wird vieles «geng wie geng» laufen. Mit Klängen von «Small Thanx for It», «Daddy and the Willyshakers» sowie «Strawberry Jam» wird auf der Hauptbühne bereits am Freitag ein breites Spektrum von Acoustic über Rock’n’Roll bis Cover-Songs abgedeckt.

Am Samstag knüpfen Claudia Stephani, «Monday Blues Express» sowie die «Poorboys» mit Folk, Rock, Blues und Rockabilly an. Mit Sounds ab Plattenteller wird dafür den Klosterplatz am Freitag und Samstag zum grossen Tanzparkett. In weitaus ruhigere Marktstimmung eintauchen kann man dafür am Samstagvormittag (reduzierter Gemüsemarkt) sowie am Freitag ab Mittag und am Samstag ganztags (Trödelmarkt).

Ein Clown ist mit von der Partie

Auch das Angebot für die jungen Märet-Fescht-Besucher kommt nicht zu knapp daher. Die bewährte Mini-Playback-Show am Samstagnachmittag dürfte wieder einige junge «Stars» und ihre Eltern stolz machen. Neuigkeiten gibts auch fürs «Chinderfescht» auf dem Zeughausplatz (ab Freitagnachmittag und Samstagmittag): Dort hat ein Clown seinen Premierenauftritt, wie Marco Lupi verrät. Am Freitagabend sowie ab Samstagnachmittag werden Jugendbands den Klosterplatz beschallen – letztes Jahr wurde dieses Format erstmals erfolgreich lanciert.

Auch als «erfolgreich» werden die letztjährigen Bemühungen um altersgerechten Alkoholausschank betrachtet. «Die barbetreibenden Vereine sind froh über das ‹Bändelisystem›, das vieles vereinfacht und schneller macht», sagt Lupi. Ein farbiger Bändel am Handgelenk des Jugendlichen verrät, ob Alkohol ab 16 oder 18 Jahren ausgeschenkt werden darf. An mehreren Stellen, aber auch mobil, werden die Bändeli abgegeben. Als weitere bewährte Einrichtung wird auch die Depotgebühr auf die Mehrwegbecher wieder erhoben. Zudem werden wie jedes Jahr unter der Ägide der Landeskirchen Helfer im Kampf gegen Littering am Märet-Fescht unterwegs sein.

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