Solothurner Fasnacht

«Löht lo flüge die Konfetti! Tutti quanti, ganz soletti! Avanti Soletti»

Hunderte junge Solothurner und Solothurnerinnen zogen am Narre-Nochwuchs-Umzug durch die Altstadt Solothurns. Kostümiert waren die Nachwuchnarren als allerlei, vom Riesenschmetterling bis zur Lego-Figur war alles dabei.

«Die Fasnacht stirbt nicht aus», stellte eine Zuschauerin erfreut fest. Sie und hunderte weitere Menschen standen dichtgedrängt dem diesjährigen Narre-Nochwuchs-Umzug zum Auftakt der honolulesischen Strassenfasnacht Spalier.

Diese Anerkennung verdienten sich 19 Nachwuchsgruppen im 31-teiligen Umzug uneingeschränkt. Es war ein beeindruckendes Bild, das in die Altstadt bei ideal-trockenem Wetter gezaubert wurde und eine Riesenstimmung auslöste.

Zuvor proklamierte der Ober der Narrenzunft Honolulu, Peter Keller, vom Balkon des gegenwärtig dem Umbau entgegen schlummernden Hotels Krone die Fasnacht 2014: «Löht lo flüge die Konfetti! Tutti quanti, ganz soletti! Avanti Soletti».

140 Fleissige Biehnen

Die Jungtambouren als Globis sowie die organisierende Narrenzunft Honolulu mit ihrem Narrenseil und der Hilarimusig auf ihrem Lulo-3-Zügli eröffneten das närrische Spektakel. Die Kita Lorenzen schwänzte, um bis zur Stadtgrenze zu putzen.

Schräge Töne am Solothurner «Narre-Nochwuchs-Umzug»

Schräge Töne am Solothurner «Narre-Nochwuchs-Umzug»

140 Erst- bis Viertklass-Schülerinnen und -Schüler aus dem Schulhaus Brühl schwärmten als fleissige Bienen aus. Hinter den Weihere Schränzern zeigte sich die Kinderkrippe Spitaki als lebende Duplos.

Die Gassefäger ehrten Nelly Mathys' Hüte, bevor die Kinderkrippe Sunneschyn aus Langendorf die Gassen als Pinguine und Fische in Beschlag nahm. Die Mamfi und die rot-weissen Aare-Butzen leiteten über zu den Pistazien mit ihrem detailreichen Winterwald.

Die Krabbelgruppe Weschtstadt-Chäferli erfreute mit ihren Kleinsten und die Birchiviecher aus Zuchwil gewährten ihren Zootieren Auslauf. Bösewichtig wurde es nach der Combo de Salsa mit den 20 Unverbesserlichen der 3./4. Klasse Chäswyl (Deitingen).

Qualli für di Alli

Zwischen den Nachwuchsguggen 11i-Schränzern und Note-Tschaupern aus Biberist präsentierten sich Giants und Lifeguards. Mit ihren weiss flunkernden Schirmen sicherten sich 34 Lüsslinger mit «Qualli für di Alli» ex-aequo mit den Pistazien den ersten Platz im UNO-Ranking.

Die Weschtstadt-Zunft präsentierte ihren Nachwuchs - als Ratten. Die Konfettistampfern leiteten über zu Grimm's schrägen Vögeln. Der Familienverein Solothurn verwandelte sich in Mönschterli und Häxen. Von den Alltagssorgen befreiten die Sorgenfrässer und die Jugendgruppe Unterleberberg interpretierte das Nitendospiel Mario-Karts.

Die Biber-Gang zog ein Floss mit Kinderbagger und damit den UNO-Bronzerang an Bord. Den grünen Spriesseli folgte die Tagesschule Vorstadt als rockendes Altersheim auf Rollstühlen.

Die Zuchler Fägnäschter beeindruckten die UNO-Jury mit ihren Riesenschmetterlingen, was ihnen Rang 2 eintrug. Nach den Aare-Jättern lief sich die Schnitzelbankgruppe Spötterfunke für ihre abendlichen Rundgänge warm.

Und nicht zu vergessen, die vielen, vielen Einzelmasken, die nicht weg zu denken sind. Anschliessend war Feiern im Landhaus angesagt. Bereits zum 20. Mal traf sich der Nachwuchs zur abwechslungsreichen Bööggli-Party.

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