Märetfescht
Lockere, fröhliche und unbeschwerte Stimmung am Märetfescht

«Tche tche rere» und «Tacata». So hallte es an diesem Wochenende an allen Ecken durch die Solothurner Gassen. Und genauso, wie diese Sommerhits klingen, war auch die Stimmung beim diesjährigen Märetfescht: Locker, fröhlich und unbeschwert.

Hanspeter Schläfli
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STRAWBERRY JAM heizen auf dem Maeretplatz ein
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Viel Betrieb bei sommerlichen Temeraturen am Märetfescht in Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
STRAWBERRY JAM heizen auf dem Maeretplatz ein
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
STRAWBERRY JAM heizen auf dem Maeretplatz ein
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn
Viel Betrieb bei sommerlichen Temperaturen am Maeretfescht Solothurn

STRAWBERRY JAM heizen auf dem Maeretplatz ein

Hanspeter Bärtschi

«Das kann fast nicht sein, es regnet ja gar nicht», rieb sich manch einer am Freitag ungläubig die Augen, «ist heute wirklich schon das Märetfescht?» Statt einen ruhigen Feierabend zu geniessen, stürzten sich also viele etwas unvorbereitet in die bombastische Disco am Aarequai. Es gab aber auch die ruhigeren Ecken, wo man mit den per Zufall wieder einmal angetroffenen Freunden von früher eins trinken und die Gerüchteküche auf den neusten Stand bringen konnte.

Apropos Küche: Dank der Mund zu Mund Propaganda wurden die Spiesse der Honolulu-Zunft vor der Jesuitenkirche der grosse Renner. «Wir haben gegen 2500 Stück verkauft», sagte Benz Christen, und er erklärte den Erfolg des zarten Lamm- oder Rindfleisches so: «Unsere Spiesse werden hinten im Lokal vorzu mariniert und dann frisch auf dem Holzkohlegrill gebraten. Mit einem Gasgrill würden sie nie so fein.» Gegessen werden konnten die Spiesse auf Augenhöhe mit den Statuen an der Fassade der Kirche. Die Fasnachtszunft hatte extra ein Gerüst aufbauen lassen.

Diesmal griff das Märetfescht auch massiv auf die Vorstadt über: Auf dem Dornacherplatz fühlte man sich beim «Beach Style» im extra für das Beachsoccer-Turnier vom 30. Juni/1. Juli herangekarrten Sand wie in den Ferien am Strand - Zumba-Show inklusive.

Überforderte Kühlschränke

Jeder Stand versuchte, ein spezielles Ambiente zu schaffen. Die Bar vor dem Salzhaus wirkte mit den schönen Ständerlampen ein wenig wie ein Wohnzimmer am Aareufer. Die Quadratur des Kreises versuchten die «Chrumm Durm Sumpf Chroniker», indem sie ihren Stand «Chrumme Egge» tauften. Schade nur, dass der Ansturm so gross war, dass die Kühlschränke überfordert und das Bier warm war...

Das Programm auf der grossen Bühne auf dem Märetplatz reichte am Samstag von der Mini-Playback-Show am Nachmittag bis zum Rockabilly der «Poorboys», die in Solothurn seit mehr als 20 Jahren bekannt sind und den etwas erwachseneren Festbesuchern gefallen. Auf dem konstant überbevölkerten Klosterplatz lockte die Arena von Radio 32 eher die Teenies an. Am Nachmittag spielten verschiedene Nachwuchsbands aus der Region, und ab 21 Uhr sorgten die DJs für Stimmung.

10 000 ungebetene Gäste

«Es ist viel los, aber nicht ganz so viel, wie letztes Jahr», sagte Radi Schönbächler, der für den FC Solothurn die schweren Lasten zum Stand bei der Fussgängerbrücke trug. Diesen Eindruck teilte auch OK-Chef Marco Lupi: «Am Freitag kamen etwas weniger Leute als auch schon, aber am Samstag war viel los.»

Ob der leichte Publikumsrückgang damit zusammenhing, dass das Märetfescht diesmal ungewöhnlich früh angesetzt war? «Es kann schon sein», sagt Lupi. «Es war nicht unsere Idee. Aber nächste Woche gibt es ein anderes Grossprogramm in der Stadt und dann wäre auch noch der Höhepunkt des Kantonalen Turnfests eine zu grosse Konkurrenz gewesen.» Der OK-Chef verspricht: «Nächstes Jahr wird das Märetfescht wieder Ende Juni sein.»

Lupi wollte keine Einschätzung der diesjährigen Zahlen abgeben. Ausser dieser: «Es hatte etwa 10 000 unerwartete Besucher mehr als sonst. Ein Bienenstamm nahm vorübergehend den Märetplatz in Beschlag, bis er von einem Imker abtransportiert werden konnte.» Er sei sehr froh über die friedliche Stimmung, zog Marco Lupi eine positive erste Bilanz. Sein absolutes Highlight: «Die Freikirchen haben für uns wieder den Abfall abtransportiert. Das ist eine Knochenbüez und verdient höchsten Respekt.»

Einzelne «Auseinandersetzungen»

«Das Märetfescht war am Freitag- und Samstagabend gut besucht und verlief bis auf einige Auseinandersetzungen weitgehend friedlich. Die Polizei musste meist wegen übermässigem Alkoholkonsum eingreifen», meldet die Kantonspolizei Solothurn.

Insgesamt wurden fünf Personen vorläufig in Gewahrsam genommen. Sie werden alle wegen Trunkenheit und unanständigem Benehmen zur Anzeige gebracht. Eine der vorläufig inhaftierten Personen steht weiter im Verdacht, ein Portemonnaie aus einer Handtasche gestohlen zu haben. Ebenfalls vorläufig in Gewahrsam ist ein Mann, der bei einer Auseinandersetzung möglicherweise eine Person leicht verletzt hat.