Solothurn

Literarische Reise an sechs Abenden: Zweiter Zyklus der «Lesereise» im Theater Delly startet

Theater Delly: v.l. Andreas Berger, Silvia Jost und Beat Albrecht sprechen über ihre neue Bühnenproduktion.

Theater Delly: v.l. Andreas Berger, Silvia Jost und Beat Albrecht sprechen über ihre neue Bühnenproduktion.

Nach dem vielversprechenden Beginn wird der Lesezyklus «Lesereise» ab 1. November 2019 in sein zweites Jahr gehen.

Die positiven Rückmeldungen auf dieses Format und unsere Erfahrungen mit den ersten sechs Lesungen haben uns motiviert, die zweite Saison in Angriff zu nehmen», sagt Andreas Berger, Regisseur und Schauspieler und mit Silvia Jost und Beat Albrecht Initiant der literarischen Reihe.

Wiederum soll an sechs Abenden, jeweils am ersten Freitag des Monats zwischen November und April, ein Schauspieler einen Text der Weltliteratur vortragen. «Wir beginnen nun aber eine Stunde später, um 19 Uhr. Für berufstätige Interessierte war der Termin um 18 Uhr oft zu früh», sagt Berger weiter.

Auch habe man den Kreis der Vorlesenden erweitert. «Wir wollen anderen Stimmen eine Plattform geben. Giulietta Odermatt und Urs Bihler, beide im Kanton Soloturn beheimatet und bekannt, werden je einen Abend gestalten.»

Literatur durch alle Zeiten und Orte

Diese sechs Abende stellen tatsächlich eine literarische Reise dar. Eine Reise von der Gegenwart ins 20. Jahrhundert, über das 16. Jahrhundert bis ins Mittelalter. Von Paris über La Mancha in den hohen Norden. Vom katholischen Spanien ins pietistische Dänemark und dann ins Emmental. Eine Reise durch und mit der Sprache.

«Leben wir nicht in einer Zeit, in der Sprache, gerade durch die digitalen Medien, komprimiert wird auf Schlagzeilengrösse und reine Emotionalität? In den sozialen Netzwerken verroht sie, Hass und Zwietracht feiern scheinbar Triumphe, ein populistischer Furor bedroht Vernunft und ein aufgeklärtes Denken», schreiben die Theatermacher. Der Lesezyklus im Theater Delly soll und kann zeigen, welche Schönheit, welche Grösse, welche Möglichkeiten Sprache haben kann, wie vielfältig sie sein kann und welche Welten sie erschaffen kann. Gerade die Intimität des kleinen Theaters ermöglicht im besten Fall eine bereichernde Verbindung zwischen Lesenden, Werk und Publikum. Jede Lesung ist dabei einzigartig, denn sie wird individuell interpretiert. (mgt/frb)

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