«Lieder ohne Worte» nennen Cécile Grüebler und Jonathan Stich das Programm, mit dem sie am 27. Mai auf Schloss Waldegg auftreten. Angelehnt ist der Titel an den ebenfalls so benannten Zyklus von Klavierstücken, die Felix Mendelssohn Bartholdy fürs Piano komponierte: Werke mit gesangshaften Melodien, die jedoch als reine Instrumentalstücke ohne menschliche Stimme – und somit ohne Worte – auskommen mussten.

Stücke in dieser Art, von der Romantik bis in die Gegenwart, werden Jonathan Stich am Piano und Cécile Grüebler am Cello im Rahmen ihres Konzerts auf Schloss Waldegg präsentieren: Werke von Felix Mendelssohn, Johannes Brahms, Alexander Tcherepnin, Song Tao, Ralph Vaughan Williams und eine Eigenkomposition von Jonathan Stich, die vor Kurzem mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Seit mehreren Jahren schon treten die beiden Künstler als Duo auf. Cécile Grüebler gehört zu einer Generation von jungen Schweizer SolistInnen, die sich durch einen unangestrengten Umgang mit Genres und Stilen auszeichnen und Intensität und Hingabe in jede musikalische Silbe hineintragen, vom klassischen Solokonzert zur experimentellen Kammermusik bis zum poppigen Soundtrack-Arrangement.

Sie gibt Konzerte als Solistin mit verschiedenen Orchestern in China, Südamerika, Tschechien, Italien, Deutschland und der Schweiz, ausserdem erfolgten diverse Kammermusiktourneen in Südamerika und China. Ihre Studien absolvierte Sie in Oslo, Zürich, Stuttgart und Bern, sowie an der Jazz Academy New York und dem Berklee College in Boston.

Jonathan Stich wurde 1987 geboren und studierte an der Musikhochschule Luzern in der Violinklasse von Brian Dean und schloss mit dem Master of Music ab. Wichtige Impulse erhielt er zudem von Emilie Haudenschild und an diversen Meisterkursen. Piano studierte an der Hochschule für Musik Hamburg und bildete sich an der New York Jazz Academy weiter. 2015 wurde er mit einem Förderpreis Musik des Kantons Solothurn ausgezeichnet. Gemeinsam mit Cécile Grüebler war er 2013 für den kleinen Prix Walo nominiert. Stichs vielseitige Tätigkeit reicht vom klassischen Kammermusikkonzert zu grossen Musicalproduktionen bis zum Komponieren eigener Instrumentalmusik.