Herbstferienaktion

Liebe Grüsse flattern vom St.-Ursen-Turm

Trotz des nicht immer schönen Wetters spielen und basteln 105 Kinder auf den Quartierspielplätzen. Das hat Tradition: Seit bald 30 Jahren locken in Solothurn die Ferienaktionswochen viele Kinder in die Quartiere.

Seit bald 30 Jahren locken in Solothurn die Ferienaktionswochen viele Kinder auf die Quartierspielplätze. So auch in dieser Woche. Seit Montag geht es auf den Robinsonspielplätzen «Güggi», «Villa 41» und «Tannenweg» bunt zu u nd her. Den Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren wird jeden Tag von 10 bis 16 Uhr ein vielfältiges Spiel- und Bastelangebot unterbreitet. «Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, sich über längere Zeit mit einem bestimmten Thema spielerisch auseinanderzusetzen», sagt Guda Hess-Güdel, Koordinatorin des Vereins «Quartierspielplätze Solothurn».

Auf dem «Tannenweg» schlüpfen die Kinder währen der Ferienaktion in die Rollen von Zirkusartisten. Heute werden sie gemeinsam eine kleine Aufführung gestalten. Jedes der Kinder wird die Möglichkeit haben, die gelernten Kunststücke und Zaubertricks dem Publikum zu präsentieren.

Auf dem Spielplatz «Villa 41» beschäftigen sich die Kleinen mit dem Thema «Wind». «Die Kinder können sich hier austoben und neue Kontakte knüpfen,» sagt die Betreuerin Lis Dreier. Die Kinder stellen Klangspiele und Windräder aus Bambus her, gestalten bunte Fahnen und basteln Windspiele.

Den Drachen auf der Spur

Am meisten Kinder toben dieses Jahr auf dem «Güggi». Während der Ferienaktionswoche werden sie vom Fantasy - Roman «Drachenreiter» von Cornelia Funke begleitet. Guda Hess- Güdel unternimmt mit den Kleinen eine spannende Abenteuerreise ins Land der Drachen. Jeden Tag liest sie den Kindern aus dem Buch vor. «In der Geschichte geht es um den abenteuerlustigen Drachen «Lung», der sich gemeinsam mit dem Koboldmädchen «Schwefelfell» auf die Suche nach dem Saum des Himmels macht, um ein neues Tal für seine Artgenossen zu finden,» erzählt die Spielplatzleiterin. Während der Ferienaktionswoche im «Güggi» steht das Thema «Fliegen» im Vordergrund.

Die Kinder bauen einen Bumerang, sägen «Summbienen», basteln einen Heissluftballon und lassen Raketen steigen. Es wird gebastelt und experimentiert, was das Zeug hält. Ganz besondere Mühe geben sich die Kinder beim Falten der bunten Papierflieger. «Auf jeden Flieger schreiben wir eine liebe Nachricht. Anschliessend werden wir auf den St. Ursen-Turm gehen und die Passanten mit positiven Botschaften überraschen,» sagt die Spielplatzleiterin.

Kindercoaches im Einsatz

Bei den Bastelarbeiten, besonders wenns ums Sägen und Schneiden geht, sind die Kinder auf Hilfe angewiesen. Sogenannte «Kindercoaches» übernehmen in der Ferienaktionswoche Betreuungsaufgaben. «Sie werden in Kursen an fünf Mittwochnachmittagen geschult. Sie lernen die «Peacekeeper»-Strategien kennen und setzen sich mit Entwicklungspsychologie auseinander», sagt die Spielplatzleiterin. Diese Woche seien auf den drei Quartierspielplätzen insgesamt zehn «Kindercoaches» im Einsatz, darunter auch Merve Yigit. Die 13-Jährige hat bereits Erfahrung im Umgang mit Kindern. «Ich war schon bei der Frühlingsferienaktion dabei. Ich mache hier mit, weil ich in den Ferien nicht zu Hause herumsitzen, sondern etwas Sinnvolles machen möchte.» Die Kinder haben sichtlich Spass beim Spielen und Toben auf den Quartierspielplätzen. Was nicht so ganz mitspielen will, ist das Wetter. Das scheint jedoch kaum zu stören. Guda Hess-Güdel: «Es gibt kein schlechtes Wetter – nur falsche Kleidung.»

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