Solothurner Filmtage

«À l’ecole des Philosophes» eröffnet die 53. Solothurner Filmtage

Fernand Melgar ist der Regisseur des Eröffnungsfilms der 53. Solothurner Filmtage.

Fernand Melgar ist der Regisseur des Eröffnungsfilms der 53. Solothurner Filmtage.

Fernand Melgars Dokumentarfilm «À l’ecole des Philosophes» eröffnet am 25. Januar 2018 die 53. Solothurner Filmtage. Als Ehrengast wird Bundesrat Alain Berset erwartet.

Die Filmtage widmen ihre Programmsektion «Histoires du cinéma suisse» der Schweizer Kultkamera Bolex. Mit ihrer einfachen Handhabung hat sie seit den 1930er-Jahren ganze Generationen von Amateur- und Profifilmern inspiriert.

Eröffnungsfilm

Fernand Melgar, den Regisseur des Eröffnungsfilms der 53. Solothurner Filmtage, braucht man dem Schweizer Kinopublikum kaum vorzustellen. Mit «La forteresse» (2008) und «Vol spécial» (2011) hat der 1961 geborene Lausanner zwei der meistdiskutierten Dokumentarfilme über das schweizerische Asylwesen vorgelegt; mit seinem letzten Film, «L’abri» (2014), ergänzte er seine Studien zum Sozialstaat um die Beobachtungen in einer Notschlafstelle.

Melgars neuer Film ist in einer Schule in Yverdon angesiedelt, wo Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen unterrichtet werden und dank intensiver Betreuung erstaunliche Fortschritte erzielen.

Winzling von Weltformat

Was haben die Experimentalfilme von Barbara Hammer, der Surffilm «The Endless Summer» und Clemens Klopfensteins «Geschichte der Nacht» gemein? Es ist die preisgünstige, ultrakompakte 16-mm-Kamera, mit der sie gedreht wurden, die legendäre Bolex.

Erfunden in den frühen 1920er-Jahren vom Tüftler Jacques Boolsky und weiterentwickelt von der Waadtländer Firma Paillard, ging die Kamera 1935 in Serienproduktion und machte von da ihren Weg um die Welt.

Amateure begeisterten sich für ihre Film-Einfädelautomatik, Profis für ihr geringes Gewicht, das sie zur sprichwörtlichen «caméra stylo» machte, mit der es sich leichthändig dokumentieren, experimentieren und Tagebuch führen liess.

Das Programm «Bolex: eine Schweizer Kamera von Weltformat» umfasst neben den erwähnten Filmen auch Amateurfilme, die mit Bolex-Kameras gedreht wurden, darunter die Familienfilme des Erfinders selbst, dessen Biografie seine Urenkelin im Premieren-Film «L’aventure Bolex» aufrollt.

Filmtage schenken

Wer seine Liebsten mit Schweizer Film und Festivalatmosphäre überraschen will, kann ein Geschenkset der 53. Solothurner Filmtage bestellen. Zur Auswahl stehen ein oder zwei Tageskarten, die gemeinsam mit dem druckfrischen Programmheft direkt unter den Tannenbaum geliefert werden. Die Weihnachtsaktion der Solothurner Filmtage dauert noch bis am 15. Dezember 2017. (mgt)

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