Frischer Wind weht an der St. Urbangasse 7: Nachdem im mit «Restaurant Burristurm» beschriebenen Haus vergangenen Herbst die «Öufi»-Bar ihren Betrieb einstellte, hält nun «Heinz» Einzug: Die neue Bar mit dem Männernamen wird von Florian Stüdeli und Joëlle Gutedel betrieben.

Die beiden haben sich seit dem vergangenen Jahr als mobile Crêperie «Le Schnauz» im blauen Citroën in der Region einen Namen gemacht. Fürs Gastroprojekt in der Altstadt ins Boot geholt wurden sie im Schnellzugstempo: Erst vor rund drei Wochen war die Zusammenarbeit zwischen dem jungen Paar und der Inhaberschaft, die in Luzern auch die Cocktailbar «Karel Korner» betreibt, zustandegekommen.

Synergien zum Foodtruck

«Wir verschreiben uns der Regionalität, deshalb hat es von Anfang an gepasst», sagt Stüdeli. Die beiden werden neben ihrem «Le Schnauz»-Angebot, das sie vorwiegend zur Mittagszeit auslastet, am Abend im «Heinz» die Ansprechpartner vor Ort sein. Zudem will das Paar Synergien zwischen beiden Standbeinen nutzen: «So können wir die Qualität selbst sicherstellen.»

Dafür besteht eine Produktionsküche, in der die Crêpes und ihre Zutaten vorbereitet werden – sowie nun eben den Fingerfood, der im «Heinz» serviert wird. Doch im Kernangebot der Bar dreht sich alles um den Gin. Rund zwei Dutzend Sorten des Wacholderschnapses werden hier ausgeschenkt, zudem ein üblicher Fächer an alkoholischen und nicht-alkoholischen Bargetränken.

Stüdeli und Gutedel werden in ihrem neuen Betrieb von sechs Aushilfen sowie durch Hilfe aus dem Luzerner «Karel Korner» unterstützt. Geöffnet ist das Lokal mit 36 Innen- und 44 Aussenplätzen von Mittwoch bis Samstag zwischen 16.30 Uhr und 0.30 Uhr. Bereits am Wochenende stürmte zahlreiches neugieriges Solothurner Gassenvolk in die urban umgestaltete Bar.

Für die vorigen Pächter, die hier das Bierlokal «Öufi»-Bar betrieben hatten, ist die Nachfolgelösung, die im November besiegelt wurde, ideal: «Mit der ‹Heinz›-Bar haben wir eine super Nachfolge gefunden», sagt Giovanni Calcagno der damaligen Bierbar – und begründet seinerseits die Betriebsaufgabe: «Die beruflichen Konstellationen meines Geschäftspartners Fabio Simeoli und auch meine haben sich verändert. So nutzen wir unsere Ressourcen für anderweitige Projekte.»