Solothurn

Laura Gantenbein geht für die Grünen ins Rennen für das Stadtpräsidium

Mit überwältigender Mehrheit wählten die Grünen Stadt Solothurn Laura Gantenbein zur Kandidatin für das frei werdende Stadtpräsidium.

In der Jugendherberge trafen sich am Mittwochabend die Grünen Stadt Solothurn zum Stammtisch. «Für eine lebenswerte Zukunft», stand auf der Fahne im Hintergrund, daneben feierlich ein Blumenstrauss. Denn die Anwesenden haben auch entschieden, wen sie in den Wahlkampf für das Stadtpräsidium schicken werden. Zur Wahl standen Laura Gantenbein und Christof Schauwecker.

Die Kandidierenden haben vieles gemein: Wohnung, Alterskohorte und auf den ersten Blick auch das politische Programm. Sogar sie selber hatten Mühe, einen Punkt zu finden, bei dem sie anderer Meinung sind oder andere Schwerpunkte haben. «Gleichstellungsfragen sind bei Laura eventuell vordergründiger», überlegt Schauwecker laut. «Aber du würdest dieses Thema auch nicht vernachlässigen», antwortet Ganteinbein. So wurde es bis zum Schluss der Vorstellungsrunde nicht klar, wie sie sich politisch unterscheiden.

Strategische Überlegungen gaben den Ausschlag

Bald wurden strategische Gründe ins Feld geführt. Das Stadtpräsidium könne nur in Zusammenarbeit mit der SP gewonnen werden, ist der Konsens im Saal. So wolle man mit der SP verhandeln, mit wem man Ende April in die Schlussphase des Wahlkampfs gehen will. Die SP hat mit Stefanie Ingold eine Frau aufgestellt und daher sollten die Grünen auch eine Frau nominieren, so ein Votum aus dem Saal.

Und so ging es dann auch: Mit 14 Stimmen wurde Laura Gantenbein gewählt. Schauwecker erhielt gerade mal eine Stimme. Die 31-jährige Primarlehrerin und Präsidentin der Grünen Kanton Solothurn, Laura Gantenbein, verspricht ihren Parteikollegen bei ihrer kurzen Dankesrede einen engagierten Wahlkampf.

Autorin

Judith Frei

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