Ein Moment der Unachtsamkeit genügte, und schon war es passiert: Beim Abtransport der Hafebar touchierte der Chauffeur des damit befassten Lastwagens die östliche Ecke der Quaimauer über dem Rollhafen. Durch den Aufprall verschob sich die ganze oberste Reihe der Steinquader um gut zehn Zentimeter Richtung Westen. Zudem wurden die beiden unteren Eckquader aus Solothurner Stein ziemlich lädiert und ein Teil sogar abgesprengt.

Offenbar hatte sich der Chauffeur nicht um den angerichteten Schaden gekümmert, wurde jedoch bald von der Stadtpolizei eruiert. Dies, weil im entsprechenden Zeitfenster die Hafebar abtransportiert worden war und vom Schadenbild her den Aufprall nur ein schweres Fahrzeug verursacht haben konnte. Die Schadensumme ist derzeit noch unbekannt, weil die Arbeiten zur Wiederherstellung der Quaimauer erst nächste Woche in Angriff genommen werden. Seit dem Zwischenfall hindern Absperrschranken Passanten am Platznehmen auf der Quaimauer – in der warmen Jahreszeit, wenn die Hafebar geöffnet ist, ein sehr beliebter Brauch.

«Das beauftragte Bauunternehmen muss sämtliche Steinquader voneinandernehmen und neu zusammenfügen», schildert Werkhof-Chef Patrick Schärer die baldigen, recht komplexen Arbeitsläufe. Eventuell werden die beschädigten Eckquader mit Mörtel geflickt, «da sind wir mit dem Steinhauer in der Abklärung.» Andererseits, so Schärer, sehe man von den Schäden dank der Verwitterung bald kaum mehr etwas. (ww)